Interviews in den tagesthemen Bouffier stellt sich auf Jamaika ein

Stand: 29.10.2018 00:05 Uhr

"Es kann sein, dass man eine Dreier-Koalition braucht." Hessens Ministerpräsident Bouffier richtet sich darauf ein, dass es mit den Grünen alleine nicht reicht. Jamaika? Grünen-Chef Al-Wazir antwortete in den tagesthemen ausweichend.

Der hessische CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Volker Bouffier hat betont, dass ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP eine denkbare Option für ihn wäre. "Es geht nicht darum, was uns schreckt oder gefällt. Das Land braucht eine stabile parlamentarische Mehrheit. Darauf haben die Bürger Anspruch", sagte er in den tagesthemen. Seine Partei trage als stärkste Kraft Verantwortung und habe den Regierungsauftrag erhalten.

Ein Bündnis mit der SPD habe für ihn zunächst keine Priorität. "Die Große Koalition ist eine Möglichkeit, die ganz am Ende steht, wenn es sonst keine Einigkeit gibt", so Bouffier.

Chancenlos gegen den "Orkan aus Berlin"

Abermals verwies er auf den negativen Bundestrend, der sich auf Hessen ausgewirkt habe. "Wir hatten keine Chance gegen diesen Orkan, der uns aus Berlin entgegen wehte." Dies könne nur bedeuten, dass sich in Berlin die Dinge ändern müssten: "Dass wir weniger Streit haben, am besten gar keinen - und eine gute Sacharbeit", gab er den Koalitionären von Union und SPD im Bund mit auf den Weg.

Grüne wollen mitregieren

Eine Große Koalition in Hessen? Dafür hätten die Bürger kein Verständnis, sagte Grünen-Chef Tarek Al-Wazir ebenfalls in den tagesthemen mit Blick auf die Verluste von mehr als 20 Prozentpunkten für CDU und SPD. Auf Fragen nach einem möglichen Jamaika- oder Ampel-Bündnis in Hessen antwortete Al-Wazir ausweichend. "In der Politik sollte es immer um die Sache gehen."

Über dieses Thema berichtete tagesthemen extra am 28. Oktober 2018 um 21:45 Uhr.

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