Am Berliner Platz in Bottrop fuhr der Amokfahrer an Silvester Menschen an. | Bildquelle: dpa

Angriffe im Ruhrgebiet Mutmaßlicher Täter in Psychiatrie

Stand: 22.01.2019 18:46 Uhr

Der mutmaßliche Täter der Silvesternacht ist laut einem Gutachten vermindert schuldfähig. Er befinde sich daher in der Psychiatrie. Er hatte sein Auto in Fußgänger gelenkt und dabei Flüchtlinge verletzt.

Nach den Attacken in der Silvesternacht auf Menschen mit ausländischen Wurzeln ist der mutmaßliche Täter in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Essen mit. Bislang hatte er wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft gesessen.

Ein Psychiater habe ihn aber als zur Tatzeit mindestens erheblich vermindert schuldfähig eingestuft. Auch eine Schuldunfähigkeit könne nicht ausgeschlossen werden. Deswegen habe das Amtsgericht Essen den Haftbefehl in einen vorläufigen Unterbringungsbefehl umgewandelt. Der Mann soll bereits in der Vergangenheit wegen psychischer Probleme in Behandlung gewesen sein.

Rassismus als Tatmotiv?

Der 50-Jährige hatte seinen Wagen in der Silvesternacht im Ruhrgebiet mehrfach absichtlich in Gruppen feiernder Menschen gesteuert und dabei acht Menschen verletzt. Alle Opfer haben ausländische Wurzeln, die meisten von ihnen kommen aus Syrien und Afghanistan. Unter den Verletzten waren auch Kinder. Erste Aussagen des Mannes hatten auf Rassismus als Tatmotiv hingewiesen. Er soll mit seinem Auto gezielt Jagd auf Menschen gemacht haben, die er für Ausländer hielt.

An dieser Bushaltestelle fuhr der Amokfahrer an Silvester Menschen an. | Bildquelle: dpa
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Auch an dieser Bushaltestelle fuhr der Amokfahrer gezielt in eine Menschenmenge.

Über dieses Thema berichtete die Aktuelle Stunde im WDR Fernsehen am 03. Januar 2019 um 18:45 Uhr.

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