In neun deutschen Bundesländern kontrolliert die Polizei heute die Geschwindigkeit. | Bildquelle: dpa

Blitzermarathon Raser im Visier

Stand: 03.04.2019 17:31 Uhr

Blitzer-Offensive der Polizei: In neun Bundesländern wurden beim sogenannten "Speedmarathon 2019" Geschwindigkeiten gemessen. Die Aktion soll Autofahrer sensibilisieren und die Zahl der Verkehrstoten verringern.

Der Blitzmarathon der Polizei ist eine europaweite Aktion, in der in geballter Form 26 Ländern die überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr geahndet wird. Auch in neun deutschen Bundesländern stellen die Polizisten Blitzanlagen auf.

Anlass für die Aktion sei laut europaweitem Polizei-Netzwerk TISPOL, dass die Zahl der Verkehrsunfallopfer gesenkt und ein Bewusstsein für die Konsequenzen überhöhter Geschwindigkeit geschaffen werde.

Zum Teil 24 Stunden lange Messungen

Es wurde in Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen-Anhalt kontrolliert. In Brandenburg gab es erste Ergebnisse. Die Polizei registrierte dort bis 12 Uhr 843 Tempo-Verstöße, wie eine Sprecherin sagte. Die Hamburger Polizei wird erst am Donnerstag Verkehrssünder ins Visier nehmen. Die Aktion beginnt um 6 Uhr und wird nach Angaben der Polizei bis 22 Uhr dauern.

Eine konkrete Bilanz wird am Donnerstag erwartet, da die Aktionen an Hunderten Messstellen zum Teil bis in den späten Abend dauern. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wird sogar 24 Stunden lang gemessen.

Blitzmarathon findet nicht zum ersten Mal statt

Vergangenes Jahr beteiligten sich 23 Länder an der 24-Stunden-Blitz-Aktion der Polizei. Dabei wurden mehr als drei Millionen Fahrzeuge kontrolliert und mehr als 250.000 Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, geblitzt. In Summe haben sich acht Prozent der kontrollierten Fahrer nicht an das vorgeschriebene Tempo gehalten.

Auf Initiative Nordrhein-Westfalens gab es 2012 bereits eine erste großangelegte Geschwindigkeitskontrolle, die damals unter dem Namen "24-Stunden-Blitz-Marathon" lief. Immer mehr deutsche Bundesländer schlossen sich der Aktion an, die nun europaweit ausgerollt wird. Nordrhein-Westfalen beteiligt sich 2019 jedoch nicht mehr an der Aktion.

Darstellung: