Fundort eines Blindgängers im Süden von Nürnberg  | Bildquelle: dpa

Nach Fund von Blindgänger Nürnberg und Fürth rufen Katastrophenfall aus

Stand: 18.02.2019 22:03 Uhr

Mehrere Tausend Menschen sind betroffen: In Nürnberg und Fürth ist nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg der Katastrophenfall ausgerufen worden. Die 250-Kilogramm-Bombe soll kontrolliert gesprengt werden.

Die Städte Nürnberg und Fürth haben nach dem Fund eines Blindgängers vorsorglich den Katastrophenfall ausgerufen. Die Bombe sollte voraussichtlich noch in der Nacht kontrolliert gesprengt werden.

Mit Ausrufen des Katastrophenfalls würden nun alle Einsatzkräfte zentral gelenkt, erklärte ein Sprecher der Stadt. "Dadurch sollen die Abstimmungen einfacher werden."

Entschärfung mit chemischem Langzeitzünder nicht möglich

Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg war am Vormittag gefunden worden und sollte eigentlich schon am Abend entschärft werden. Der Sprengmeister hatte aber festgestellt, dass eine Entschärfung der Bombe mit chemischem Langzeitzünder nicht möglich ist.

Insgesamt mussten der Feuerwehr zufolge rund 8000 Menschen das Gebiet einen Kilometer rund um den Fundort im Stadtteil Höfen verlassen - darunter etwa 5000 Anwohner.

Die Bombe liegt den Angaben nach in einer Grube, die mit Strohballen gefüllt werden soll. Darauf sollen Wassersäcke mit bis zu 5000 Litern Fassungsvermögen gelegt werden. Um Druckwellen abzuleiten, werden auch Entlastungsgräben gebuddelt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. Februar 2019 um 22:00 Uhr.

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