Marx und Bätzing | Bildquelle: AFP

Bischofskonferenz Limburger Bischof Bätzing folgt auf Marx

Stand: 03.03.2020 13:02 Uhr

Der Bischof von Limburg, Bätzing, ist neuer Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz. Damit tritt ein Reformer die Nachfolge von Kardinal Marx an: Er setzt sich unter anderem für die Zölibat-Aufhebung ein.

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Der Limburger Bischof Georg Bätzing wurde bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Mainz zum Nachfolger von Reinhard Kardinal Marx gewählt. Marx hatte vor Kurzem erklärt, dass er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehe.

Die Bischofskonferenz gibt der katholischen Kirche in Deutschland Richtlinien vor und pflegt Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Die Amtszeit des Vorsitzenden beträgt sechs Jahre. Er gilt als Sprecher der Bischöfe, koordiniert und moderiert nach innen und repräsentiert nach außen.

Bätzing gilt innerkirchlich als Reformer

Der 58-jährige Bätzing wurde 1987 in Trier zum Priester geweiht und übernahm dort zunächst die Leitung des Priesterseminars. Von November 2012 an war er Generalvikar des Bistums Trier. Im Sommer 2017 ernannte Papst Franziskus Bätzing zum Bischof von Limburg. Er trat dort die Nachfolge von Franz-Peter Tebartz-van Elst an an, der wegen der Kosten seiner Bischofsresidenz im Wert von 31 Millionen Euro in die Schlagzeilen geraten war.

Bätzings bischöflicher Wahlspruch lautet: "Congrega in unum - führe zusammen", er positioniert sich in innerkirchlichen Debatten bislang als Reformer. Etwa regte er eine Aufhebung des Pflichtzölibats an, da die Möglichkeit zur Eheschließung der Kirche nicht schade, und verteidigte den sogenannten Synodalen Weg als Reformdialog der katholischen Kirche.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. März 2020 um 14:00 Uhr.

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