Soldat vor dem Verteidigungsministerium | Bildquelle: dpa

Bundeswehr Neue Vorwürfe gegen Beratungsfirma

Stand: 10.02.2019 08:37 Uhr

Die Berateraffäre bei der Bundeswehr wird kommende Woche erstmals zum Thema im Untersuchungsausschuss. Neben dem Vorwurf der Vetternwirtschaft gibt es jetzt Berichte über doppelte Abrechnungen.

In der Berateraffäre bei der Bundeswehr gibt es wenige Tage vor der ersten regulären Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses neue Vorwürfe gegen die Beratungsfirma Accenture. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, muss sich die Firma für IT-Strategieberatung nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft nun auch wegen möglichen Betrugs rechtfertigen.

Doppelte Abrechnungen

Ursula von der Leyen | Bildquelle: dpa
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Ministerin von der Leyen hatte in der Berateraffäre Fehler eingeräumt.

Nach "BamS"-Informationen soll ein Manager 2017 Beratungsstunden für IT-Projekte doppelt abgerechnet haben. Dies sei zunächst nicht aufgefallen, weil unterschiedliche Behörden an den entsprechenden Rahmenverträgen beteiligt gewesen seien. Accenture soll durch die falschen Rechnungen mindestens 25.000 Euro zu viel kassiert haben.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte der "BamS": "Bei einer internen Prüfung sind Auffälligkeiten bei der Abrechnung von Projekten aufgefallen. Diese werden aktuell im Hinblick auf Inhalt und Umfang untersucht. Im Falle der Bestätigung werden wir entschieden handeln." Accenture wollte auf Anfrage der Zeitung zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen.

Untersuchungsausschuss soll Unregelmäßigkeiten prüfen

Der Verteidigungsausschuss des Bundestages hatte sich Ende Januar als Untersuchungsausschuss konstituiert, um der Frage nachzugehen, wie es zu den Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Berateraufträgen im Verteidigungsministerium gekommen ist.

In dem Ministerium sollen millionenschwere Verträge unter Umgehung des Vergaberechts vergeben worden sein. Dabei steht auch der Vorwurf der Vetternwirtschaft im Raum. Die Affäre hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die frühere Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder in Bedrängnis gebracht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Februar 2019 um 08:55 Uhr.

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