Dunkle Wolken ziehen über einem Hotel in der Stuttgarter Innenstadt hinweg. | Bildquelle: dpa

Auch Hessen kippt Regelung Beherbergungsverbot - wo gilt was?

Stand: 19.10.2020 19:04 Uhr

Wie viele andere Bundesländer hat nun auch Hessen das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots gekippt. Wo gilt es überhaupt noch? Und wo nicht? Ein Überblick.

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Hotspots hatte in einigen Bundesländern nur eine geringe Haltbarkeit. Nun hat auch Hessen die Regelung gekippt.

"Wir glauben, dass dieses Beherbergungsverbot erstens nicht zweckmäßig ist und zweitens auch juristisch im Zweifel nicht gehalten werden kann", begründet Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Entscheidung.

Juristisch keinen Bestand hatte das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg. Dort kippten Gerichte die Regelung vorerst.

Die Regierung im Saarland setzte das Beherbergungsverbot zum vergangenen Freitag außer Kraft, in Sachsen und Bayern entfiel es mit Wirkung vom Samstag.

Gar nicht erst umgesetzt wurde die Regelung in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Berlin und Bremen.

Weiterhin Bestand hat das Beherbergungsverbot noch in vier Bundesländern:

In Hamburg müssen Touristen aus deutschen Risikogebieten schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in einem deutschen Risikogebiet aufgehalten haben. Ansonsten müssen sie einen Negativtest vorlegen. Den Eilantrag eines Ehepaares aus Köln gegen das Verbot lehnte das Verwaltungsgericht vergangene Woche ab.

In Sachsen-Anhalt gilt die Regelung für Touristen aus Corona-Risikogebieten, ausgenommen, sie können einen maximal zwei Tage alten Negativtest vorlegen. Gleiches gilt für Schleswig-Holstein. Dort scheiterte am vergangenen Donnerstag ein Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot beim Oberverwaltungsgericht. Am Montag ging allerdings beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein Eilantrag gegen das Verbot in Schleswig-Holstein ein.

Die schärfste Regelung hatte bislang Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings entfällt ab Mittwoch die dort geltende Quarantänepflicht für Touristen aus deutschen Corona-Risikogebieten. Dann brauchen Einreisende auch hier nur noch einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. Oktober 2020 um 18:15 Uhr.

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