Die bayerische Gesundheitsministerin Huml | dpa

Bayerische Gesundheitsministerin "Diese Dimension war mir nicht bekannt"

Stand: 12.08.2020 23:30 Uhr

Die bayerische Gesundheitsministerin Huml nannte ein "Übermittlungsproblem" als Ursache für die Panne bei den Corona-Tests. Von den Ausmaßen der Probleme zeigte sie sich aber überrascht.

Durch eine Verzögerung der Ergebnisse von Corona-Tests an bayerischen Autobahnen warten Tausende getestete Personen noch auf ihre Befunde. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml sieht als Ursache ein "Übermittlungsproblem", sagte sie in den tagesthemen.

Zu Beginn der Tests seien die Daten der getesteten Personen noch von ehrenamtlichen Mitarbeitern händisch übertragen worden. Das habe zu einer großen Verzögerung geführt. "Ein solch neuaufgelegter Prozess dauert eine Zeit, bis er sich einspielt", so Huml.

Daten werden ab jetzt digital erfasst

Über die Ausmaße der Verzögerungen wusste sie nach eigenen Angaben aber nicht Bescheid. "Diese Dimension war mir vorher nicht bekannt gewesen", so Huml. Inzwischen habe ein Dienstleister die Coronatests übernommen, Daten würden jetzt digital erfasst.

Zuvor war bekannt geworden, dass 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, nach den Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse warten, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete Personen.

"Es ist wichtig, dass wir die Problematik jetzt erkannt haben und uns entsprechend darum kümmern", so Huml. Hunderte Mitarbeiter seien deshalb die Nacht über mit den Auswertungen der Tests beschäftigt. Laut Huml sollen alle positiv getesteten Personen bis Donnerstagmittag informiert werden.