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Bartsch im Bericht aus Berlin "Rot-Rot-Grün nicht an Wagenknecht gescheitert"

Stand: 17.03.2019 19:26 Uhr

"Sahra Wagenknecht wird ein Gesicht der Linken bleiben", ist Co-Fraktionschef Bartsch überzeugt. Die Linke habe immer mehrere Gesichter gehabt. Im Bericht aus Berlin machte er zudem klar: Rot-Rot-Grün sei nicht an Wagenknecht gescheitert.

Sie wird geliebt und gehasst - und jetzt verlässt sie die politische Bühne. Sahra Wagenknecht zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der ersten politischen Reihe zurück. Was heißt das für die Linkspartei? "Sahra Wagenknecht wird ein Gesicht der Linken bleiben", ist Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch im Bericht aus Berlin überzeugt.

Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht | Bildquelle: picture alliance / Ulrich Baumga
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Was kommt, wenn Sahra geht? Co-Fraktionschef Bartsch will auf jeden Fall bleiben.

"Ein Einschnitt"

Mit Blick auf die anstehenden Wahlkämpfe setzt er auf Teamarbeit. Die Linke habe immer viele Gesichter gehabt. Er räumte zugleich ein, dass der angekündigte Rückzug Wagenknechts ein Einschnitt sei. Bartsch plädierte dafür, Ruhe zu bewahren statt darüber zu schwadronieren, was jetzt weiter passiere.

Bartsch wich der Antwort aus, ob er künftig die Fraktion allein führen wird. Er traue sich das zu, aber eine Entscheidung falle erst nach der Bremen-Wahl Ende Mai. Bislang führten Bartsch und Wagenknecht die Fraktion gemeinsam. Sie vertreten in der Linken unterschiedliche Flügel, zuletzt hatten sie sich jedoch deutlich angenähert. Scharfe Auseinandersetzungen gab es eher zwischen Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping.

Dietmar Bartsch, Die Linke, zu den Plänen der Partei
Bericht aus Berlin, 17.03.2019

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Projekt #r2g an Inhalten gescheitert

Der Rückzug Wagenknechts hatte auch die Debatte um ein rot-rot-grünes Bündnis neu belebt. Bei SPD und Grünen war die Wortführerin des linken Parteiflügels immer wieder als ein Grund dafür genannt worden, dass das Projekt #r2g keine aussichtsreiche Möglichkeit sei. "Ein Mitte-Links-Bündnis ist nicht an Wagenknecht gescheitert", stellte Bartsch klar. Es sei an Inhalten gescheitert. "Schau'n wir mal", meinte er nun mit Blick auf diese Option. Wortgleich hatte sich auch SPD-Chefin Andrea Nahles kürzlich zu rot-rot-grünen Spekulationen geäußert.

Bartsch unterstrich: "Ich will strategisch Mitte-Links-Bündnisse, ja, ich will das möglichst in vielen Kommunen und in möglichst vielen Ländern." Aber jede Partei müsse jetzt ihre inhaltliche Positionierung vorantreiben. Er wünsche sich endlich wieder Auseinandersetzungen, die Inhalte der Parteien müssten unterschiedlich sein, dann "wird es auch für die Wählerinnen und Wähler attraktiv."

Wagenknecht hatte vor knapp einer Woche angekündigt, wegen gesundheitlicher Probleme im Herbst nicht erneut als Fraktionschefin zu kandidieren. Ihr Mandat im Bundestag will sie behalten. Wann genau der Fraktionsvorstand neu gewählt wird, steht noch nicht fest. Bis dahin will Wagenknecht weiter arbeiten und auch im Wahlkampf auftreten. Im Mai wird das Europaparlament neu gewählt, außerdem stehen in diesem Jahr vier Landtagswahlen und Kommunalwahlen an.

Über dieses Thema berichtete das Erste am 17. März 2019 um 18:30 Uhr in der Sendung "Bericht aus Berlin".

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