Außenansicht des Bahnhofs des Jahres in Altötting.  | Bildquelle: dpa

"Bahnhof des Jahres" Bahnhof mit Umkleide

Stand: 25.09.2020 08:59 Uhr

Umkleiden für Radfahrer, Ladestationen für E-Bikes, Werkzeuge für Reparaturen - die Auszeichnung "Bahnhof des Jahres" geht in den bayerischen Wallfahrtsort Altötting. Das Mobilitätskonzept sei bundesweit fast einzigartig.

Der Preis für den besten Bahnhof des Landes geht in diesem Jahr nach Altötting: Eine Expertenjury im Auftrag des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene zeichnete den bayerischen Wallfahrtsort mit dem Titel "Bahnhof des Jahres" aus. Der Regionalbahnhof überzeugte besonders mit seinem Service für Radfahrer.

So gibt es in Altötting überdachte Radparkplätze, Ladestationen, eine Werkbank für Reparaturen und eine Umkleidekabine. Dieses Angebot sei "ein Vorbild für alle Bahnhöfe in Deutschland und für einen Bahnhof dieser Größenordnung bundesweit fast einzigartig", sagte Dirk Flege, Geschäftsführer von Allianz pro Schiene.

Eine Ladestation für E-Bikes am Bahnhof Altötting. | Bildquelle: dpa
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Der Bahnhof in Altötting bietet Ladestationen für E-Bikes und eine Werkbank mit Werkzeugen für eventuelle Reparaturen am Fahrrad.

Historisches Gebäude mit modernem Konzept

Der Bahnhof zeige "beispielhaft, welch guten Service Bahnhöfe auch im ländlichen Raum ihren Besuchern und Besucherinnen bieten können", betonte Flege. Weitere Pluspunkte des Bahnhofs, so der Interessensverband: Ein Bistro, eine gute Anbindung an Buslinien, Carsharing, Park and Ride sowie das "behutsam und mit Rücksicht auf den Denkmalschutz" sanierte Gebäude.

Der Bahnhof sei ein "gelungenes Beispiel, wie sich die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Zug und Fahrrad kombinieren lassen", sagte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, zu der Auszeichnung.

Eine Ladestation für ein Elektroauto am Bahnhof Altötting. | Bildquelle: dpa
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Der Bahnhof in Bayern sei ein gelungenes Beispiel, wie sich die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Zug und Fahrrad kombinieren lassen.

Sonderpreis geht nach Thüringen

Ihren Sonderpreis vergab die Jury des Interessensverbandes dieses Jahr an Rottenbach in Thüringen: Hier setzten sich die Bürger laut Allianz pro Schiene für den Erhalt und die Sanierung des Bahnhofs ein. Demnach gründeten sie im Innern einen Hofladen und machten das Gebäude so zur "Anlaufstelle im Zentrum ihres Ortes". 

Allianz pro Schiene kürt den Bahnhof des Jahres seit dem Jahr 2004. Im vergangenen Jahr hatten Bad Bentheim und Cuxhaven in Niedersachsen gewonnen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. September 2020 um 09:45 Uhr in den Nachrichten.

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