Bahnreisende | Bildquelle: dpa

Sturmtief "Eberhard" Bahnverkehr im Westen weiter eingeschränkt

Stand: 11.03.2019 12:13 Uhr

Bahn-Pendler müssen nach dem Sturm weiter mit Behinderungen rechnen. Betroffen ist besonders Nordrhein-Westfalen - doch erste Züge im Fern- und Regionalverkehr fahren wieder.

Im Bahnverkehr kommt es nach Sturmtief "Eberhard" weiterhin zu Behinderungen. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen: Zwar rolle der Fernverkehr wieder an, sagte eine Bahnsprecherin. Einige Strecken sind aber weiter gesperrt. Zudem gibt es im Regionalverkehr in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz nach wie vor Einschränkungen. Nach Bahnangaben sind im Fernverkehr unter anderem die Strecke Köln-Wuppertal-Dortmund weiter gesperrt. Die Strecke soll ab dem Abend wieder befahrbar sein.

Auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt werden den Angaben zufolge einzelne Züge ausfallen. Dafür würden viele Züge zusätzlich in Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd halten.

Wegen des Sturms hatte die Bahn am Sonntag den Fern- und Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen bis auf Weiteres komplett eingestellt. In Rheinland-Pfalz und Hessen wurden zahlreiche Fernzüge auf den Bahnhöfen zurückgehalten.

Sturmtief "Eberhard" verursacht viele Schäden in weiten Teilen Deutschlands
tagesschau 12:00 Uhr, 11.03.2019, Jens Eberl, WDR

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Tickets behalten ihre Gültigkeit

Hunderte Bahnmitarbeiter waren die Nacht über im Einsatz, um die Strecken wieder freizubekommen, umgestürzte Bäume von den Gleisen zu entfernen und Oberleitungen zu reparieren. Nach Angaben der Bahn behalten für Sonntag gültige Fahrkarten für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende genutzt werden. Das gilt auch für Fahrkarten mit Zugbindung.

Sturmtief "Eberhard" war am Wochenende von West nach Ost über Deutschland gezogen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden im Bergland Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 164 Kilometern pro Stunde gemessen, im Tiefland von mehr als 120 km/h. Feuerwehr und Polizei rückten zu hunderten Einsätzen aus.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sägen einen umgestürzten Baum an einer Straße klein | Bildquelle: dpa
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Einsatzkräfte der Feuerwehr in Köln sägen einen umgestürzten Baum an einer Straße klein.

Ein Toter im Sauerland

Im Sauerland kam ein Mann ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf einer Landstraße auf sein Auto stürzte.

In Thüringen wurde das Dorf Mönchsberg durch quer liegende Bäume vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Inzwischen ist es wieder erreichbar. Die Feuerwehr konnte am Morgen umgestürzte Bäume von der einzigen Zufahrtsstraße nach Mönchsberg entfernen.

Auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es zu mehreren hundert Einsätzen wegen des Sturms, während die nördlichen Bundesländer weitestgehend von "Eberhard" verschont blieben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. März 2019 um 09:00 Uhr.

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