Bahnangestellte stehen neben einem Zug auf dem Bahngleis | Bildquelle: AFP

Bahn-Tarifkonflikt "Gesprächsfaden wieder aufnehmen"

Stand: 12.12.2018 13:03 Uhr

Am Montag hatte der Streik der EVG den Bahnbetrieb lahmgelegt. Im Tarifstreit verhandelt die Bahn derzeit aber noch mit einer anderen Gewerkschaft, der GDL. Beiden will sie nun ein besseres Angebot machen.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Das Unternehmen habe bis zum Mittwochmorgen kein neues Angebot abgegeben, teilte die Gewerkschaft mit. Sie wolle nun das weitere Vorgehen beraten.

Streiks werde es allerdings in diesem Jahr nicht mehr geben, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert. Dazu dürfte die Gewerkschaft nach geltender Vereinbarung erst nach dem Ende einer Schlichtung aufrufen. "Wir werden die Schlichtung definitiv nicht verlangen", sagte Seibert.

Die Verhandlungsgruppe warte nun auf ein neues Bahn-Angebot. Der Ball liege auf Seiten der Deutschen Bahn. Sie habe es in der Hand, ein verbessertes Angebot vorzulegen, betonte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn
tagesschau 17:00 Uhr, 12.12.2018, Robert Holm, RBB

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Zurück an den Verhandlungstisch

Die Bahn führt derzeit Verhandlungen mit der Gewerkschaft der Lokführer und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG über einen neuen Tarifabschluss. Personalvorstand Martin Seiler kündigte an, dass man sowohl GDL als auch EVG noch heute ein verbessertes Angebot vorlegen wolle. "Ich gehe davon aus, dass wir mit einem verbesserten Angebot den Gesprächsfaden wieder aufnehmen können", sagte Seiler. Zum Inhalt wollte er sich nicht äußern.

GDL und EVG waren vor zwei Monaten mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen.

Die Bahn hatte eine Einkommenserhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Für die Monate Oktober 2018 bis Februar 2019 sollte eine Einmalzahlung von 500 Euro hinzukommen.

Die EVG vertritt etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn. Die kleinere Lokführergewerkschaft vertritt rund 36 000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

"Vergleichbare Ergebnisse für gleiche Berufsgruppen"

Die Bahn strebt an, bei den übergreifenden Tariffragen wie dem Entgelt mit EVG und GDL gleiche Abschlüsse zu erzielen. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hat mehrmals klargemacht, er wolle möglichst mit beiden Gewerkschaften "für gleiche Berufsgruppen auch zu vergleichbaren Ergebnissen kommen."

Die Verhandlungen zwischen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sollen unterdessen in Berlin fortgesetzt werden. Bei vergangenen Gesprächen seien noch "formale Fragen" rund um den Tarifvertrag geklärt worden, jetzt gehe es um die "eigentlichen Forderungen" der Gewerkschaft, sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Dezember 2018 um 14:00 Uhr.

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