Studenten bei einer Vorlesung | Bildquelle: dpa

Ministerin Karliczek BAföG-Leistungen sollen steigen

Stand: 13.11.2018 04:55 Uhr

Höchstsatz, Wohnpauschale und Freibeträge: Alles soll im Zuge der BAföG-Reform steigen. Bildungsministerin Karliczek sagte, dass sich das BAföG durch ihre Pläne deutlich erhöhen werde.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek treibt die von der Großen Koalition geplante BAföG-Reform voran. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, beschreibt ein Eckpunktepapier des Ministeriums die ab 2019 geplanten Veränderungen mit teilweise deutlich angehobenen Leistungen.

Der Bafög-Höchstsatz soll demnach von derzeit 735 Euro auf rund 850 Euro im Monat steigen. Die Wohnpauschale für Bafög-Bezieher, die nicht bei ihren Eltern leben, solle von 250 Euro auf 325 Euro pro Monat angeboben werden. "Die Wohnkosten steigen, gerade in den Hochschulstädten", heißt es demnach zur Begründung.

Freibeträge sollen steigen

Bundesbildungsministerin Karliczek | Bildquelle: dpa
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Bundesbildungsministerin Karliczek will die Reform im Frühjahr ins Kabinett einbringen.

Damit mehr Schüler und Studierende von Bafög-Zahlungen profitieren können, will Karliczek dem Bericht zufolge auch die Freibeträge erhöhen. Die Einkommensfreibeträge sollten um neun Prozent steigen; auch die Vermögensfreibeträge würden angehoben.

Karliczek sagte den Funke-Zeitungen, mit der geplanten Reform erhöhe sich das BAföG in den kommenden zwei Jahren "deutlich". "Wir packen Probleme an, die die Studierenden am meisten drücken: die vielerorts proportional gestiegenen Mieten und zu geringe Freibeträge, die viele vom BAföG ausschließen."

Änderungen sollen ab Herbst 2019 gelten

CDU, CSU und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das BAföG auszubauen und die Leistungen deutlich zu veressern. Dafür planten sie bis zum Ende der Legislaturperiode Mehrausgaben von insgesamt 1,0 Milliarden Euro ein. Laut dem Zeitungsbericht will Karliczek ihren Gesetzentwurf zur Umsetzung der geplanten BAföG-Reform im Frühjahr dem Kabinett vorlegen. Ziel ist es demnach, dass die Änderungen im Herbst 2019 in Kraft treten können.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 13. November 2018 um 04:00 Uhr.

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