DLRG warnt vor Leichtsinn 18 Badetote an einem Wochenende

Stand: 21.07.2014 14:47 Uhr

DLRG-Rettungsschwimmerin am Strand von Graal-Müritz
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Die DLRG sieht vor allem ältere Männer gefährdet: Sie neigten zu Selbstüberschätzung und Leichtsinn.

Am vergangenen Sommerwochenende sind mindestens 18 Menschen beim Baden in deutschen Gewässern ums Leben gekommen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern starben am Wochenende sieben Menschen, auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Hessen gab es Badetote. Außerdem werden noch mehrere Menschen vermisst.

Eine hohe Zahl von Badetoten ist oft die Schattenseite eines besonders warmen Sommers: 2013 ertranken laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) allein in den Ferienmonaten Juni bis Mitte August etwa 250 Menschen.

DLRG warnt Männer

Die DLRG warnte vor allem Männer vor Leichtsinn im Wasser. Diese überschätzten häufiger ihr Leistungsvermögen als Frauen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Statistisch seien vier von fünf Badetoten männlich. Oft würden Wassertiefen, Strömungen und Verwirbelungen nicht richtig beurteilt.

Besonders gefährdet sei die Gruppe der Männer über 60 Jahren: "Leichtsinn gepaart mit einem geschwächten Herz-Kreislauf-System führen häufig zu Herzversagen, Krämpfen oder schneller Erschöpfung."

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