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Merz im Bericht aus Berlin "Die Rente muss verlässlich sein"

Stand: 02.12.2018 18:27 Uhr

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Merz, hält eine Durchschnittrente von 1000 Euro für zu wenig. Im Bericht aus Berlin sprach er sich dafür aus, die private Altersvorsorge mit steuerlich begünstigten Aktien zu stärken.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich für eine Neustrukturierung der Rente in Deutschland ausgesprochen. Im "Bericht aus Berlin" mit ARD-Korrespondentin Tina Hassel sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz, gemeinsam mit seinen Mitbewerbern habe er sich dafür ausgesprochen, "dass wir die zweite und dritte Säule stärken müssen - also die private und die betriebliche Altersversorgung“. Über Detailfragen müsse jedoch geredet werden.

Merz sagte, dass die derzeit durchschnittliche Rente von 1000 Euro zu gering sei. Die gesetzliche Rente müsse ergänzt werden. Er habe sich deshalb "das alte Versprechen der Sozialausschüsse zu eigen gemacht", die Arbeitnehmer "stärker am Produktivkapital" zu beteiligen und den Erwerb von Aktien steuerlich zu begünstigen.

Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, im Gespräch mit Tina Hassel
Bericht aus Berlin 18:30 Uhr, 02.12.2018

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Modelle bündeln und auf Altersversorgung ausrichten

Merz sagte, dass die Rente verlässlich sein müsse. Einen Widerspruch zu möglichen unkalkulierbaren Risiken an den Kapitalmärkten sah er nicht. Langfristige Beteiligungen an Unternehmen seien statistisch erfolgreich, sagte Merz. Das hätten ähnliche Modelle in anderen Ländern gezeigt.

Merz wies darauf hin, das es in Deutschland viele steuerlichen Vergünstigungen für Kapitalinvestitionen gebe. Er wolle diese Modelle gerne bündeln und auf die Altersversorgung ausrichten. "Da besteht unsere größte Lücke. Nicht im Konsumeinkommen, im Alterseinkommen müssen wir nachbessern", sagte er. Insbesondere für die junge Generationen sei das Thema wichtig. Es komme darauf an, dass man in jungen Jahren mit kleinen Beiträgen anfange - "das können schon vier oder fünf Euro am Tag sein", so Merz. Darüber hinaus müssten die Betriebe Angebote machen. In Ost und West sei das ein gleichgelagertes Problem.

Gegen "Repressionen" und "neue Grenzwerte"

Angesprochen auf die Klimaziele der Bundesrepublik sagte Merz, dass alles getan werden müsse, um diese zu erreichen. Er sprach sich jedoch gegen "Repressionen" und "neue Grenzwerte" aus. Technologie sei seine Antwort. "Wir sind ein technologisch starkes Land", so Merz. Deshalb müsse man technologische Lösungen fördern - im Bereich der Mobilität wie auch in dem der privaten Haushalten.

Zu seiner Forderung, das individuelle Asylrecht zu diskutieren, verwies Merz darauf, dass er die intensive Diskussion in der Bevölkerung aufgenommen habe. Eine Ideallösung gebe es nicht, er wolle eine möglichst gute europäische Lösung, habe aber zu keinem Zeitpunkt gefordert, das Grundrecht auf Asyl abzuschaffen.

Der CDU zur Verfügung - auch nach Niederlage

Sollte er auf dem Parteitag der CDU nicht zum Vorsitzenden gewählt werden, stehe er trotzdem der Partei zur Verfügung, so Merz. "Es ist für mich völlig klar, dass ich auch nach diesem Parteitag am kommenden Wochenende der CDU zur Verfügung stehe, wenn sie es denn will."

Merz hat nach eigener Aussage auch schon eine Vorstellung, wer sein Generalsekretär werden soll. Den Namen wollte er allerdings noch nicht nennen. Angesichts schlechter Zustimmungswerte bei den Frauen betonte der Kandidat, er bekomme sehr viel Unterstützung von Frauen, etwa von der Jungen Union. "Ich glaube, dass ich alle Schichten, alle Wählerinnen und Wähler der Union und darüber hinaus ansprechen kann."

Merz sagte, die CDU brauche "ein starkes Team an der Spitze". Das sei das Thema auf dem Parteitag am kommenden Wochenende in Hamburg, auf dem die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Parteichefin Angela Merkel gewählt wird.

Über dieses Thema berichtete Bericht aus Berlin am 02. Dezember 2018 um 18:30 Uhr.

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