Walter Lübcke | Bildquelle: dpa

Mordfall Lübcke Ermittler finden gesuchtes Auto

Stand: 09.07.2019 15:51 Uhr

In der Nacht, als Regierungspräsident Lübcke ermordet wurde, waren einem Zeugen zwei Pkw aufgefallen, die durch den Wohnort des Politikers fuhren. Jetzt haben Ermittler womöglich einen der Wagen entdeckt.

Im Mordfall Walter Lübcke haben die Ermittler weitere Fortschritte gemacht. Sie fanden nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen in Kassel ein gesuchtes Auto mit thüringischem Kennzeichen, das mit dem Tatverdächtigen Stephan E. in Verbindung gebracht wird. Der Skoda ist demnach auf ein Familienmitglied zugelassen.

Stephan E. soll den Wagen kurz vor der Tatnacht übernommen haben. Die Schlüssel zu dem Wagen sollen bei der Durchsuchung im Haus der Verdächtigen gefunden worden sein. Es werde nun auf Spuren untersucht. Die für den Fall zuständige Bundesanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.

Stephan E. wird abgeführt | Bildquelle: dpa
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Am 5. Juli wurde der Verdächtige Stephan E. abgeführt.

Zeuge sah zwei Autos

In der Nacht der Ermordung Lübckes waren einem Zeugen zwei Autos am Wohnort des CDU-Politikers aufgefallen. In Ermittlungskreisen hieß es, es sei unklar, ob es sich bei dem gefundenen Skoda um einen der beiden Wagen handle.

Ein Auto beschrieb der Zeuge als VW Caddy, das andere konnte er Medienberichten zufolge nicht beschreiben. Später hätten die Ermittlungen ergeben, dass Stephan E. einen solchen VW Caddy fahre, der auf seine Frau zugelassen sei.

Walter Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber sein Geständnis widerrufen.

Über dieses Thema berichtete MDR Thüringen am 09. Juli 2019 um 17:00 Uhr.

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