Blick auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand (Archivbild: 25.08.2015) | Bildquelle: dpa

Bundeskriminalamt Weniger Anschläge auf Asylunterkünfte

Stand: 12.10.2018 08:47 Uhr

Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte sind deutlich zurückgegangen - das berichten Medien unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Im Schnitt gibt es aber immer noch alle zweieinhalb Tage einen Angriff.

Die Zahl der Anschläge auf Asylunterkünfte hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. In den ersten neun Monaten dieses Jahres seien 110 Straftaten verzeichnet, so die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf das Bundeskriminalamt. Im Vorjahreszeitraum waren es mehr als doppelt so viele. Während 2017 pro Quartal im Schnitt 80 Straftaten verzeichnet worden seien, seien es 2018 lediglich 36 gewesen.

Sachbeschädigung oder Volksverhetzung

Brandanschlag Winden am Aigen Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunternkunft in Winden am Aigen (Archivbild: 16.07.2015) | Bildquelle: imago/Christian Mang
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Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunternkunft in Winden am Aign.

Es gehe um Straften wie Sachbeschädigung, Schmierereien oder Volksverhetzung. Fast alle Taten in diesem Jahr hatten demnach einen rechtsradikalen Hintergrund. Dennoch komme es rechnerisch nach wie vor alle 2,5 Tage zu einem Angriff auf ein Asylbewerberheim. Zudem könne die Zahl noch steigen, hieß es weiter. Bisher lägen lediglich vorläufige Angaben vor, in der Regel gebe es später noch Nachmeldungen.

Die Zahl der Straftaten gegen Asylunterkünfte sinkt seit mehreren Jahren. 2017 hatten die Behörden insgesamt 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert, 2016 waren es bundesweit 995 und 2015 - auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise - waren es 1031. In diesem Jahr könnte wieder der Stand von vor der Krise erreicht beziehungsweise sogar unterschritten werden. 2014 hatte es 199 Angriffe gegeben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Oktober 2018 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.

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