Ein Warteraum für Asylbewerber | picture alliance / arifoto UG/Mi

Folge der Corona-Pandemie Deutlich weniger Asylanträge in der EU

Stand: 25.12.2020 04:24 Uhr

In diesem Jahr ist die Zahl der Asylanträge EU-weit um etwa 30 Prozent zurückgegangen. Das berichtet die Funke Mediengruppe. Grund dafür dürften die Corona-Pandemie und die ergriffenen Schutzmaßnahmen sein.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland und in der EU ist 2020 um rund ein Drittel gesunken. Von Januar bis Ende November wurden in Deutschland 93.710 Erstanträge registriert. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf die EU-Statistikbehörde Eurostat. Das sei ein Rückgang um etwa 30 Prozent gegenüber 2019. Für alle 27 EU-Staaten ergebe sich ein Rückgang um 32,6 Prozent.

Wie die Blätter weiter berichten, bleibt Deutschland wichtigstes Zielland von Asylbewerbern in Europa mit 24,3 Prozent aller Erstanträge in den ersten neun Monaten. Dahinter rangierten Spanien mit 22,8 Prozent und Frankreich mit 19 Prozent. Auf Deutschland, Frankreich und Spanien entfielen damit zusammen zwei Drittel aller Asyl-Erstanträge in den 27 EU-Staaten. Die wenigsten Erstanträge auf Asyl in der EU meldete Ungarn mit 70.

Grund für den Rückgang der Asylbewerberzahlen ist die Corona-Krise. Vor dem Lockdown im März gab es noch einen Anstieg; danach brachen die Zahlen dramatisch ein.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.