Ingo Zamperoni und Caren Miosga

Neues in der ARD tagesthemen - regionaler und länger

Stand: 12.02.2020 20:43 Uhr

Die tagesthemen im Ersten werden künftig mehr Sendezeit bekommen. Wichtig ist den Intendanten und Intendantinnen in der ARD aber auch, dass regionale Themen künftig noch stärker Beachtung finden.

Von Willi Schlichting, WDR

Die ARD will stärker mit dem Pfund wuchern, das sie ausmacht: Neun Sender, die in allen Bundesländern und Regionen verankert sind. Die Dritten Programme sind damit erfolgreich. Nun wollen auch die tagesthemen im Ersten Programm tiefer in die ländlichen Regionen und in die ostdeutschen Bundesländer blicken. Reportagen und Interviews sollen sich mit den großen Themen dieser Zeit und Alltagsthemen beschäftigen.

Und damit das nicht nur blumig klingt, haben die Intendanten bei ihrer zweitägigen Sitzung in Köln auch Beispiele geliefert. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten:

"Weil man etwa über das Thema Elektromobilität ganz anders spricht, wenn man es aus einer urbanen, städtischen Perspektive sieht. Das sieht auf dem Land anders aus!“

Joachim Knuth rückt vom NDR-Hörfunkdirektor zum Intendanten des Senders auf. | Bildquelle: dpa
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NDR-Intendant Knuth

Schon heute liefert jede Rundfunkanstalt Beiträge für die tagesthemen. Bestellt ARD-aktuell in Hamburg also einfach nur ein bisschen mehr als bisher oder verändert sich die Zusammenarbeit grundlegend? Dazu NDR-Intendant Joachim Knuth:

"Ich denke, dass es einen Wettbewerb geben wird um sehr gut erzählte Geschichten. Insofern wird das auch die Stellung der Landesrundfunkanstalten und die der Redaktionen, die zuliefern, nochmal stärken."

ARD-Intendanten beschließen Verlängerung der tagesthemen am Wochenende
tagesschau 20:00 Uhr, 12.02.2020, Bettina Scharkus, WDR

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Verstärkte Informationskompetenz

Und weil es die ARD ist, steckt hinter fast jeder Entscheidung auch eine Strategie. Die Informationskompetenz soll deutlich verstärkt werden. Die Sender spüren, dass Informationen und Orientierung stark nachgefragt werden. Und sie wollen liefern.

Tom Buhrow | Bildquelle: dpa
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WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Buhrow

Tom Buhrow, ARD-Vorsitzender und WDR-Intendant, sieht einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Medienhäusern:

"Information wird mit uns besonders verbunden und regionale Präsenz. In Zeiten, in denen sich Zeitungen immer mehr zurückziehen aus der Region, auch aus finanzieller Not, in denen alle anderen Rundfunkanbieter eher großflächig unterwegs sind, sind wir diejenigen, die nicht zur Berichterstattung einreisen. Wir sind da!"

Vorschlag: tagesthemen fünf Minuten länger

Und damit die Berichte aus der "Nachbarschaft", die Bundespolitik und der Rest der Welt in die tagesthemen passen, schlagen die IntendantInnen eine Verlängerung der Sendung von Montag bis Donnerstag um fünf Minuten vor. Entschieden ist das noch nicht, doch bei der Pressekonferenz nach der IntendantInnensitzung, zeigte sich auch Programmchef Herres optimistisch. Im April würde man gern damit starten. Aber er gab zu bedenken: "Was bedeutet das für nachfolgende Programme, was bedeutet das für Umschaltzeitpunkte? Und wenn man so etwas macht, ist es für die Umschaltzeitpunkte nicht nur vorteilhaft."

Und freitags künftig eine halbe Stunde

Beschlossen ist schon die Verdoppelung der Sendezeit für die tagesthemen am Freitag. Die mussten bisher mit 15 Minuten auskommen. Ab dem 3. April werden es 30 Minuten sein.

Und dann ist da ja noch was; das ZDF hat ja auch ein Magazin, das "heute journal". Da gibt es eine kleine Kollision, die auch noch kommuniziert werden muss. "Die beiden Sendungen werden sich ein bisschen überlappen, aber sie laufen nicht parallel", stellt Herres fest.

Für NDR-Intendant Knuth liegen die Vorteile auf der Hand: "Die ARD steht für Information, eine ihrer großen Stärken ist die Regionalität. Das fügen wir zusammen. Aus meiner Sicht eine doppelte Gewinnsituation."

Die IntendantInnen haben nicht nur Programm, sondern auch Zahlen bewegt: in Richtung Radio Bremen und zum Saarländischen Rundfunk. Diese beiden kleineren ARD-Sender sind auf die Solidarität der finanzstärkeren Sender angewiesen - auch ab 2021, wenn der Rundfunkbeitrag für die nächsten vier Jahre starten soll. ARD-Vorsitzende Buhrow: "Umso mehr ist dann wichtig, dass man die kleinen Anstalten solidarisch so unterstützt, dass sie ihrem Auftrag nachkommen können und in der ARD sichtbar sind." Das letzte Wort hat aber die Politik.

ARD-Intendanten wollen längere Tagesthemen und Finanzausgleich
Willi Schlichting, WDR
12.02.2020 20:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Februar 2020 um 20:00 Uhr.

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