- Eine Labormitarbeiterin am Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene des Universitätsklinikums in Erlangen (Bayern), hält am 21.07.2015 im Diagnostiklabor eine Indikatorkulturplatte zum Nachweis von resistenten Bakterien in der Hand.  | dpa
Hintergrund

Antibiotikaresistenzen Eine gefährliche Kettenreaktion

Stand: 06.11.2018 15:49 Uhr

Antibiotika zerstören Krankheitserreger. Doch Bakterien passen sich schnell an ihre Umgebung an. Wie werden sie unempfindlich gegen Antibiotika und warum ist das so gefährlich?

Von Ute Konrad, ARD-aktuell

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. November 2018 um 17:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Möbius 06.11.2018 • 16:37 Uhr

Gewinnen wir den Wettlauf?

Ein Problem ist der Verzehr von Antibiotikarückständen im Fleisch, ein anderer die Mutation der Erreger sowohl in der Massentierhaltung wie im Menschen oder der Umwelt. Bakterien profitieren eben auch von der Evolution. Leider sind die Wirkmechanismen und damit die Strukturmotive von Antibiotika-Wirkstoffen begrenzt. Es ist deshalb absehbar das resistente Stämme auf lange Sicht die Oberhand gewinnen werden. In der Forschung wird deshalb fieberhaft nach „neuen“ Antibiotika gesucht, die auch multiresistente Keime bekämpfen können. Ob die Forschung aber mit der Anpassung der Bakterien an die „Umweltbedingungen“ inkl. Antibiotika Schritt halten kann oder nicht, steht noch in den Sternen. Man stelle sich eine Welt ohne Antibiotika vor ! Massensterben durch Epidemien wären wieder möglich.