Synagoge in Halle | Bildquelle: dpa

Prozess in Magdeburg Anklage gegen Attentäter von Halle

Stand: 17.04.2020 20:28 Uhr

Der Prozess gegen den Attentäter von Halle beginnt in einigen Wochen in Magdeburg. Der Generalbundesanwalt erhob Anklage gegen den 28-jährigen Rechtsextremisten. Er hatte die Tat aus Judenhass geplant.

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen den Attentäter von Halle erhoben. Wie das Oberlandesgericht Naumburg bestätigte, ging die Klageschrift dort ein. Einzelheiten zur Anklage wurden nicht bekannt.

Der Mann hatte im vergangenen Oktober versucht, am jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge der Stadt einzudringen, scheiterte aber mit seiner Schusswaffe an der Eingangstür. Daraufhin erschoss der damals 27-Jährige eine Passantin, später den Kunden eines Döner-Imbisses.

Tür der Synagoge in Halle | Bildquelle: dpa
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Die Synagogentür hielt den Schüssen des Attentäters stand.

Die Tat filmte der Rechtsextremist mit einer Kamera und übertrug sie ins Internet. Auf seiner Flucht lieferte er sich einen Schusswechsel mit der Polizei. Nach seiner Festnahme legte er ein umfangreiches Geständnis ab.

Prozessbeginn in einigen Wochen in Magdeburg

Vorbild für den Mann war offenbar der Attentäter von Christchurch, der im März in der neuseeländischen Stadt in zwei Moscheen 51 Menschen getötet hatte.

Der Prozess gegen den Attentäter von Halle soll den Angaben zufolge in einigen Wochen in Magdeburg stattfinden.

Anklage gegen Attentäter von Halle
Christoph Dziedo, DLF
18.04.2020 07:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 18. April 2020 um 16:20 Uhr.

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