Björn Höcke, AfD | Bildquelle: dpa

Parteiinterner Streit AfD-Politiker fordern Höcke heraus

Stand: 14.07.2019 08:29 Uhr

Führende AfD-Politiker haben den Thüringer Landeschef Höcke aufgefordert, als Bundesvorsitzender zu kandidieren. Dabei geht es ihnen einem Medienbericht zufolge aber gar nicht darum, dass der gewinnt.

Im innerparteilichen Richtungsstreit der AfD haben führende Politiker des sogenannten bürgerlichen Lagers den thüringischen Landeschef und Rechtsaußen Björn Höcke herausgefordert. Mehrere Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende verlangten im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS), Höcke solle bei der nächsten Wahl des Bundesvorstandes antreten.

Dem Bericht der Zeitung zufolge hoffen sie darauf, dass Höcke bei einer solchen Wahl scheitern wird. Wenn jemand wie Höcke meine, nur er wisse, "wo es langgehe", dann sollte der auch "seinen Hut in den Ring werfen", sagte etwa der AfD-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, Uwe Junge. Höcke müsse jetzt den "Schneid" haben, sich den Mitgliedern zu stellen. "Dann wäre das dann auch entschieden, und ich bin mir sicher, er wird scheitern", fügte er hinzu.

Demonstrative Einigkeit beim AfD-Wahlkampfauftakt in Brandenburg
tagesthemen 23:35 Uhr, 13.07.2019, Griet von Petersdorff, RBB

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Kritik von Höcke am Bundesvorstand

Höcke gehört der AfD-Rechtsaußen-Gruppe, dem "Flügel", an. Dieser wird vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet. Beim Treffen des völkisch-nationalistischen "Flügels" vor einer Woche hatte Höcke deutliche Kritik am aktuellen Bundesvorstand geübt: Wenn die Landtagswahl in Thüringen im Oktober vorbei sei, werde er sich "mit großer Hingabe und mit großer Leidenschaft der Neuwahl des Bundesvorstands hingeben", sagte er. Er könne "garantieren, dass dieser Bundesvorstand in dieser Zusammensetzung nicht wiedergewählt wird".

Der Landesvorsitzende in Hessen, Klaus Herrmann, sagte der "FAS", Höcke habe mit seinen Attacken "die Machtfrage" gestellt. Deshalb dürfe er sich auf dem Bundesparteitag im November nicht verstecken.

Kandidatur ungewiss

Auch Herrmanns Mitvorsitzender Robert Lambrou forderte, Höcke müsse die Courage haben, "als Bundesvorsitzender zu kandidieren". Aus dem Bundesvorstand schlossen sich die stellvertretenden Vorsitzenden Kay Gottschalk und Georg Pazderski an.

Bisher hat der Rechtsaußen Höcke nicht für ein Amt im Bundesvorstand kandidiert. Laut "FAS" ist es auch dieses Mal ungewiss, ob er antreten werde.

Auftakt der Wahlkämpfe in Ostdeutschland

Der Streit über Höcke findet vor den Wahlen in Ostdeutschland statt. Heute Abend startet der Landesverband der AfD in Sachsen offiziell in den Wahlkampf. Bei der Veranstaltung in der Kleinstadt Lommatzsch wird auch Höcke erwartet.

Gestern hatte die Partei in Cottbus den Wahlkampf in Brandenburg eingeläutet. Unter dem Motto "Vollende die Wende" trat vor der Stadthalle in Cottbus Brandenburgs Spitzenkandidat Andreas Kalbitz bei einem sogenannten Volksfest gemeinsam mit Höcke und dem sächsischen Spitzenkandidaten Jörg Urban sowie Bundeschef Jörg Meuthen auf.

In Sachsen wird wie in Brandenburg am 1. September gewählt, Thüringen wählt am 27. Oktober.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Juli 2019 um 09:00 Uhr.

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