Jörg Meuthen (l) und Tino Chrupalla. | Bildquelle: dpa

Chrupalla und Meuthen Die AfD hat ein neues Führungsduo

Stand: 30.11.2019 18:35 Uhr

Die Gründergeneration der AfD tritt ab: Auf Parteichef Gauland folgt dessen Wunschkandidat Tino Chrupalla als Co-Vorsitzender. Er wird mit Jörg Meuthen die Partei anführen, der zuvor als Chef bestätigt worden war.

Der Sachse Tino Chrupalla hat das Rennen um den Co-Vorsitz der AfD für sich entschieden. Der Parteitag in Braunschweig wählte den 44-Jährigen in einer Stichwahl gegen den Bundestagsabgeordneten Gottfried Curio mit knapp 55 Prozent zum Nachfolger von Alexander Gauland. Curio unterlag mit 41,23 Prozent der Stimmen.

Meuthen und Chrupalla werden neues AfD-Führungsduo
tagesthemen 23:30 Uhr, 30.11.2019, Kristin Becker, ARD Berlin

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Mit Chrupalla vollzieht sich ein Generationswechsel: Denn mit Gauland gibt der letzte Mitbegründer der rechtspopulistischen Partei den Vorsitz auf. Der Malermeister Chrupalla galt als Wunschnachfolger Gaulands und als Kompromisskandidat. Er wird vom völkischen "Flügel" unterstützt, ohne Mitglied zu sein. Zugleich akzeptieren ihn aber auch westliche Landesverbände. Er führt künftig mit Jörg Meuthen die rechtspopulistische Partei an.

"Die bürgerliche Mitte erreichen wir mit Vernunft. Nur mit überzeugenden Inhalten werden wir neue Wählerschichten erschließen", sagte Chrupalla in seiner Bewerbungsrede. Mit drastischer Sprache bewirke man häufig das Gegenteil - besonders bei Frauen. Mit ihm könne die AfD eine Doppelspitze mit Vertretern aus West und Ost erhalten.

Meuthen im Amt bestätigt

Schon zuvor war klar, dass sich der amtierende AfD-Chef Meuthen in seinem Amt als Erster Vorsitzender halten kann. Der Wirtschaftswissenschaftler setzte sich gegen seine zwei Konkurrenten Nicole Höchst und Wolfgang Gedeon mit 69,2 Prozent klar durch.

Meuthens Bewerbungsrede war eine Abrechnung mit der Bundesregierung aus Union und SPD: "Die ehemaligen Volksparteien sind zur politischen Führung nicht mehr imstande", sagte er. "Wir müssen bereit sein. Deutschland braucht uns". Die Partei habe in den vergangenen Jahren ihre Professionalität deutlich verbessert, dürfe dabei aber jetzt nicht stehen bleiben.

Er stellte klar, dass die AfD in den nächsten zwei Jahren "regierungswillig und -fähig" werden müsse. Das sei der Auftrag für die Jahre 2020 und 2021. Meuthen bezeichnete seinen politischen Kurs als "konservativ, freiheitlich und patriotisch".

"Pfui"-Rufe aus dem Plenum

Für den Parteivorsitz kandidierte auch Wolfgang Gedeon, der in Baden-Württemberg nach Antisemitismusvorwürfen aus der Landtagsfraktion ausgeschlossen worden war. Gegen ihn läuft aktuell ein Parteiausschlussverfahren. Als er in Braunschweig ans Mikrofon trat, ertönten "Pfui"-Rufe. Doch anstatt eine Bewerbungsrede abzuliefern, verteidigte er sich für seine Vergangenheit bei den Jusos. Die Parteispitze griff er scharf an. Am Ende stimmten knapp 3,8 Prozent für ihn.

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke machte deutlich, dass er vorerst nicht in die Spitze der Partei drängt: "Natürlich habe ich einen Anspruch, diese Partei zu gestalten, aber ich kann diesen Anspruch im Augenblick ja auch in Thüringen sehr gut leben."

Massive Proteste

Der von Polizisten aus mehreren Bundesländern geschützte Parteitag mit knapp 600 Delegierten wurde von lautstarken Protesten begleitet. An der Volkswagen Halle, in der die AfD tagt, demonstrierten schon vor Beginn des Parteitags mehrere hundert Menschen. Sie riefen unter anderem "AfD Faschistenpack - wir haben Euch zum Kotzen satt". Am Nachmittag waren nach Angaben der Organisatoren 20.000 Menschen auf der Straße. Die Polizei nannte zunächst keine Zahlen.

Lautstarke Proteste während AfD-Parteitag in Braunschweig
tagesschau 16:20 Uhr, 30.11.2019

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AfD wählt neues Führungsduo
Cecilia Reible, ARD Berlin zzt. Braunschweig
30.11.2019 18:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. November 2019 um 18:00 Uhr.

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