Zum Jahreswechsel

Neu bei Steuern, Abgaben und ALG II

Stand: 31.12.2017 05:08 Uhr

Mit dem Jahreswechsel treten in Deutschland mehrere Neuregelungen in Kraft. Einige davon bedeuten für einen Teil der Bürger mehr Geld im Portemonnaie. Insgesamt halten sich die Änderungen aber in Grenzen.

Von Cecilia Reible, ARD-Hauptstadtstudio

Mit dem Jahreswechsel treten in Deutschland mehrere Neuregelungen in Kraft. Einige davon bedeuten für einen Teil der Bürger mehr Geld im Portemonnaie. Manches wird allerdings auch teurer.

Für viele Arbeitnehmer gilt: Ihnen bleibt künftig etwas mehr Netto vom Brutto. Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt auf 9000 Euro für Ledige. Verheiratete können den doppelten Betrag in ihrer Steuererklärung ansetzen. Auch werden die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze leicht angehoben, um die Inflation auszugleichen. Im neuen Jahr gibt es auch etwas mehr Kindergeld - zwei Euro pro Kind. Der Kinderfreibetrag erhöht sich ebenfalls.

Auch wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II erhält, bekommt ab dem 1. Januar zumindest etwas mehr Geld. Die Aufschläge liegen zwischen drei und sieben Euro. So erhalten Alleinstehende künftig 416 statt 409 Euro im Monat. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person - sechs Euro mehr als bisher. Die monatlichen Sätze für Kinder steigen abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro.

Für Kinder und Eltern git es etwas mehr Geld.

Bei den Sozialversicherungsbeiträgen ändert sich ebenfalls etwas: Der Rentenbeitragssatz sinkt, allerdings nur minimal um 0,1 Prozentpunkte. Das spürt man kaum im Portemonnaie. Wer zum Beispiel 3000 Euro brutto verdient, der zahlt künftig 1,50 Euro weniger Rentenbeitrag im Monat.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung können einige Mitglieder ebenfalls ein kleines bisschen sparen: Der Zusatzbeitrag sinkt im Durchschnitt aller Krankenkassen von 1,1 auf 1,0 Prozent des Bruttolohns. Der Gesamtbeitrag verringert sich damit im Schnitt von 15,7 auf 15,6 Prozent. Einzelne Kassen können allerdings darunter oder darüber liegen, weil sie ihre Zusatzbeiträge selbst festlegen dürfen. 

Gleichzeitig steigt allerdings die Bemessungsgrenze, bis zu welcher Beiträge auf Lohn, Gehalt oder Rente zu zahlen sind. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung steigt sie bundeseinheitlich auf 4425 Euro pro Monat.  Wer brutto diese Summe oder mehr verdient und deshalb den Höchstbeitrag zahlen muss, dessen Krankenkassenbeitrag erhöht sich ab Januar um rund 1,90 Euro im Monat. Die Senkung des Zusatzbeitrags ist dabei bereits eingerechnet. Auch bei der Rentenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze. Sie liegt künftig bei 6500 Euro monatlich im Westen und 5800 Euro im Osten.

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Jahreswechsel: Das ändert sich 2018 bei Steuern und Abgaben
Cecilia Reible, ARD Berlin
31.12.2017 00:10 Uhr