Kunden mit Mundschutz kaufen in einem Supermarkt in Schwechat ein. | dpa
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Chronik zur Coronakrise Ein Virus verändert die Welt

Stand: 17.04.2020 21:13 Uhr

Die Folgen der Corona-Pandemie sind dramatisch - nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich und politisch. Tausende Menschen sterben. In großen Teilen der Welt kommt das öffentliche Leben im März 2020 zum Erliegen.

Hier geht es zum ersten Teil der Chronik über den Ausbruch einer Pandemie.

Der Monat März beginnt mit Meldungen ganz unterschiedicher Art zum Thema "Corona": In Deutschland gibt es einen Hoffnungsschimmer im nordrhein-westfälischen Heinsberg. Hier wird die Quarantäne aufgehoben.

In den USA gibt es einen ersten Corona-Toten. Die Regierung verhängt eine Einreisesperre für Passagiere aus dem Iran. Und in Südkorea herrscht die Sorge vor einer Ausbreitung des Virus. Mehrere hundert Neuinfektionen werden in dem Land gemeldet, die Regierung ruft die höchste Krisenalarmstufe aus.

Am Morgen des 2. März werden Coronafälle aus zehn Bundesländern gemeldet - 150 insgesamt.

Wie gefährlich ist das Virus? Das zuständige Robert-Koch-Institut setzt seine Wertung auf "mäßig" hoch.

Wirtschaftsforscher rechnen mit deutlichen Folgen der Corona-Krise. Sie gehen davon aus, dass sich das Wachstum halbieren könnte - wenn sich das Virus im pazifisch-asiatischen Raum, in Europa und Nordamerika ausweite.

Nun ist das Coronavirus auch in ostdeutschen Bundesländern angekommen. Inzwischen melden auch Brandenburg, Sachsen und Thüringen erste Fälle. Bayerns Ministerpräsident Söder bringt das Thema "Konjunkturhilfen" ins Spiel.

Deutschland Kassenärzte warnen die Bevölkerung vor unnötigen Arztbesuchen. Wer ohne triftige Gründe eine Praxis besuche, gefährde die Gesundheit der Allgemeinheit.

Bundesgesundheitsminister Spahn bezieht in einer Regierungserklärung Stellung. Der Höhepunkt der Ausbreitung des Coronavirus stehe noch bevor. Spahn lobt, die Bevölkerung sei bislang besonnen mit der Situation umgegangen.

In Italien spitzt sich die Lage weiter zu. Die Schließung von Schulen und Unis sind ein Thema, ebenso wie Fußballspiele vor leeren Rängen.

Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Deutschland macht einen deutlichen Sprung - von 240 auf mehr als 400. Laut Robert-Koch-Institut haben sich die meisten Betroffenen innerhalb Deutschlands angesteckt.

International breitet sich das Virus auch immer stärker aus. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass die Politik weltweit nicht genügend unternimmt, um dem Ausmaß der Bedrohung wirksam entgegenzutreten.

Am 6. März rufen BDI und DGB gemeinsam auf: Es muss was geschehen, damit die deutsche Wirtschaft nicht durch die Coronakrise Schaden erleidet. Sie fordern Hilfe vom Staat

Die Zahl der registrierten Fälle der Infizierten steigt in Deutschland an diesem Tag auf mehr als 500. Mehr als die Hälfte der Betroffenen lebt in Nordrhein-Westfalen. Sachsen-Anhalt ist zu diesem Zeitpunkt noch das einzige Land, in dem es keine bestätigten Fälle gibt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Reisen in Risikogebiete. Seine EU-Kollegen sind nicht amüsiert. Er meint damit vor allem Italien, sieht aber auch Nordrhein-Westfalen als Region an, die er mit Blick auf die dortigen Coronafälle als riskant einschätzt.

DIe Sorge vor wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschäftigt den Koalitionsauschuss. Das Stichwort Kurzarbeitergeld wird diskutiert. Insgesamt sind aber auch andere Maßnahmen im Gespräch:

In Italien entwickelt sich die Situation schon drastischer. Weite Teile des Nordens werden abgeriegelt. Das betrifft zehn Millionen Menschen.

An diesem Sonntag stirbt erstmals ein Deutscher am Coronavirus - so das Gesundheitsministerium im Kairo. Der Mann war im Urlaub in Ägypten und kam am 6. März mit erhöhter Temperatur ins Krankenhaus. Er wurde positiv auf SARS-CoV2 getestet. Sein Zustand verschlechterte sich rasch, der 59-Jährige verstarb auf der Intensivstation.

Gesundheitsminister Spahn empfiehlt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen. Ziel sei, ältere Mitbürger und chronisch Kranke zu schützen. Spahn betont, ihm sei klar, dass das für kleinere Betriebe, Handwerker, Gastronomen oder Dienstleister große wirtschaftliche Folgen habe.

Die Koalition verständigt sich auf Hilfen für Unternehmen. Es gehe dabei nicht nur um große Firmen sondern auch um den Mittelstand.

In China stürzt ein Hotel ein, das als Quarantänestation genutzt wird. Dabei sterben mindestens zehn Menschen.

Italiens Regierung weitet die Reisesperren wegen des Coronavirus auf die Lombardei und andere Gebiete aus.

In Deutschland gibt es einen zweiten Corona-Todesfall. 

Der DAX und die internationalen Börsen brechen massiv ein. Es ist die Rede vom "Schwarzen Montag". Experten befürchten eine weltweite Rezession. US-Präsident Trump kündigt ein Konjunkturprogramm an.

In der Champions League spielt der BVB Dortmund gegen Paris St. Germain vor leeren Rängen.

Italien weitet Sperrmaßnahmen auf das ganze Land aus. Vor Reisen in das Land wird gewarnt.

Bayern sagte Großveranstaltungen ab. Weitere Bundesländer folgen kurz darauf.

Wirtschaftsminister Altmaier kündigt Hilfen für die deutsche Wirtschaft an. Altmaier spricht von einer "ernsten" Lage. Es gebe "erhebliche" Auswirkungen insbesondere in den Branchen für Tourismus, Messe und Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten.

Zahlreiche Bundesligapartien und internationale Spiele sollen ohne Fans stattfinden, die DEL-Eishockeyliga bricht die Saison ab.

Kanzlerin Merkel äußert sich erstmals ausführlich zur Corona-Krise. Oberstes Ziel sei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Vorgehen im Kampf gegen das Virus müsse davon bestimmt sein, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Die Weltgesundheitsorganisation spricht erstmals von einer Pandemie. Die Sorge der WHO-Verantwortlichen wächst. Mindestens 4000 Menschen sind bislang weltweit durch das Virus gestorben. 118.000 Menschen haben sich mit dem Erreger infiziert.

Italien lässt alle Läden mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelgeschäften schließen. 

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump nun Europa als Schuldigen ausgemacht und ein 30-tägiges Einreiseverbot für Europäer verhängt. Die EU wurde von der Maßnahme offenbar kalt erwischt. Entsprechend verärgert reagierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel auf Trumps Entscheidung: "Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die Entscheidung der USA, ein Reiseverbot zu verhängen, einseitig und ohne Konsultation getroffen wurde", erklärten sie in Brüssel.

Mehrere Länder schließen alle staatlichen Bildungseinrichtungen, darunter Dänemark und Norwegen. Für Deutschland sieht Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dazu derzeit noch keine Not. Die Kultusministerien der Länder sollten aber den Fall bundesweiter Schulschließungen vorbereiten.

Bund und Länder appellieren an die Bürger, auf Sozialkontakte und Veranstaltungen zu verzichten.

Fast alle Bundesländer schließen Schulen und Kitas. Die Bundesregierung sagt Unternehmen unbegrenzte Kredite zu.

Auch Belgien bringt Teile des öffentlichen Lebens bis auf weiteres zum Stillstand. 

Die Deutsche Fußballliga stellt den Spielbetrieb vorerst ein.

Das Wochenende beginnt unter anderen, neuen Vorzeichen in Deutschland. Nach der Bundesliga auch eine Absage beim DFB. Das Länderspiel gegen Italien am 31. März wird gestrichen.

Es wächst die Sorge um die älteren Menschen in Deutschland. Durch Besuchsverbote in Heimen sollen Senioren vor Ansteckung geschützt werden. Weniger Bürokratie soll die Arbeit der Einrichtungen erleichtern. Zur "Schutzstrategie für Risikogruppen" gehört auch: Großeltern sollen nicht länger auf Kinder aufpassen.

Auch für Reisende ändert sich etwas. Die Türkei untersagt Bürgern aus Deutschland und aus sieben weiteren EU-Staaten die Einreise. Tirol und Madrid werden zu Risikogebieten erklärt. Spanien erklärt den Notstand. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen.

Berlin schließt seine Clubs - um eine Ausbreitung des Virus dort zu verhindern.

Wann werden die Schulen wo geschlossen - und wie lange? Am 14.3. stellt sich die Lage so dar:

Und die Supermärkte? Hier gibt es einen Kundenansturm - und gleichzeitig den Appell und die Entwarnung: Die Versorgung ist sichergestellt.

Die Deutsche Bahn reagiert auf die zurückgehenden Fahrgastzahlen und kündigt an, den Regionalverkehr zu reduzieren.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will nun auch die Bundeswehr eingreifen: Reservisten werden aufgerufen, in Bundeswehrkrankenhäusern auszuhelfen. In zahlreichen Bundesländern sagen Kirchen Gottesdienste ab.

Das Tübinger Unternehmen CureVac steht im Mittelpunkts einer Auseinandersetzung zwischen den USA und Deutschland: US-Präsident Donald Trump versucht, einen möglichen Corona-Impfstoff mit einer beachtlichen Summe exklusiv für die USA zu sichern. Die Bundesregierung will das verhindern. Das Unternehmen teilt schließlich mit, einen Exklusiv-Vertrag werde es nicht geben.

Immer mehr europäische Länder greifen zu drastischen Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen: Österreich schränkt die Bewegungsfreiheit im Land erheblich ein, Restaurants werden geschlossen, Versammlungen verboten. Auch in Frankreich bleibt ein Großteil der Geschäfte und Restaurants geschlossen, der Fernverkehr - per Flugzeug, Bahn oder Auto - wird eingeschränkt.

Wie viele andere Länder schottet Deutschland sich weiter ab: Ab 8. Uhr morgens macht die Bundesrepublik ihre Grenzen weitgehend dicht. Über die Übergänge zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, zur Schweiz und nach Dänemark soll nur mit besonderem Grund gereist werden. An den Grenzen sollen verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen eingeführt werden. Ausnahmen gibt es für Pendler und den Wahrenverkehr. Auch deutsche Bürger können noch aus dem Ausland einreisen.

Die norddeutschen Inseln werden für Urlauber gesperrt. Überhaupt werden Urlaubsreisen ins In- und Ausland untersagt.

Die Bundesregierung ordnet eine umfangreiche Schließung von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen an. Geöffnet bleiben nur noch Läden, die Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs verkaufen: etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken oder Tankstellen. Auch Banken, Poststellen und Waschsalons arbeiten noch. Freizeit- und Sportstätten werden dagegen geschlossen, Gaststätten arbeiten nur noch eingeschränkt.

Die EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen schlägt den Mitgliedsstaaten vor, die Einreise in die Länder für zunächst 30 Tage zu unterbinden.

Aufgrund gestrichener Flüge und geschlossener Grenzen sind Tausende Deutsche im Ausland gestrandet. Die Bundesrepublik startet daher ein großangelegtes Rückholprogramm. Die Rede ist von einer "Luftbrücke". Gleichzeitig spricht die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen aus.

Das Robert-Koch-Institut passt seine Einschätzung der Gefährdungslage durch das Coronavirus in Deutschland an - das Risiko für die Bevölkerung wird nun als "hoch" eingestuft.

Deutschland folgt der EU-Empfehlung und ordnet einen 30-tägigen Einreisestopp an: Das Einreiseverbot betrifft Nicht-EU-Bürger sowie alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet.

In Frankreich tritt eine 14-tägige Ausgangssperre in Kraft.

Auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind immer deutlicher zu spüren: Die deutschen Automobilhersteller VW und Daimler stellen die Produktion in ihren europäischen Werken für die nächsten Wochen ein. Die Zahl der Anträge auf das Kurzarbeitergeld, das wegen der Corona-Krise rückwirkend ab dem 1. März gewährt wird, schießt in die Höhe.

In der Nacht zum 18. März kommt die Meldung: In den USA wird ein Impfstoff am Menschen getestet. Experten kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen: Eventuell könnte er ab Herbst zum Einsatz kommen, vielleicht aber auch erst im kommenden Frühjahr, so die bislang übliche Zeitspanne:

Wie können wir den älteren Menschen helfen - und ihre Versorgung sicherstellen. Es wird wieder der Ruf auch nach Pflegekräften aus dem Ausland laut.

Die Auswirkungen für die Wirtschaft sind weiter wichtig. So stoppt nach VW nun auch BMW die Produktion. Das Kabinett berät über weitere Hilfen für die Wirtschaft.

Das Robert Koch-Institut macht an diesem Tag doppelt von sich Reden. Es gibt die düstere Prognose: Millionen könnten infiziert werden. Außerdem nutzt das Institut Handydaten, um zu prüfen, wo es größere Menschenansammlungen gibt. Ähnliche Wege nutzen auch andere Länder - wie z.B. Österreich.

Eine weitere Großveranstaltung wird abgesagt. Der Euovision Song Contest vereint normalerweise Millionen Menschen in Europa vor den Bildschirmen. Nun wird der Gesangswettbewerb, der eigentlich im Mai stattfinden sollte, auch gestrichen.

Den Schlussakkord an diesem Tag liefert Bundeskanzlerin Angela Merkel. Erstmals in ihrer langen Amtszeit wendet sie sich mit einer Fernsehansprache abseits ihrer Reden zum Jahreswechsel an die Nation. Die von einigen befürchtete Ausgangssperre kündigt sie nicht an. Aber sie findet deutliche Worte: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst." Es komme in der Krise jetzt auf jeden Einzelnen an.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, kündigt die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm an. Sie will Staatsanleihen, Firmenanleihen und andere Titel im Umfang von 750 Milliarden Euro kaufen. Die US-Notenbank Fed senkt ihren Leitzins auf fast Null Prozent.

Denn auch in den Vereinigten Staaten wird das Coronavirus mittlerweile als große Gefahr gesehen. Die Notenbank Fed senkt ihren Leitzins auf fast Null Prozent. Der Senat beschließt ein Hilfspaket, das unter anderem die Lohnfortzahlung für erkrankte Arbeiter und Angestellte garantiert - in den USA ist dies nicht selbstverständlich - und Unterstützung für die Luftfahrtindustrie, andere Sektoren und kleinere Unternehmen verspricht. Präsident Trump sieht sich als Amtsinhaber in Kriegszeiten, er aktiviert den Defense Production Act - ein Gesetz zur Kriegswirtschaft, das ihn mit weitreichenden Befugnissen ausstattet.

In Deutschland wächst die Sorge vor einer Ansteckung. Laut DeutschlandTrend hat knapp die Hälfte der Wahlberechtigten Angst, dass sie oder ein Familienangehöriger sich mit dem Coronavirus infizieren - doppelt so viele wie noch zwei Wochen zuvor. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt konkrete Hilfen für Pflegeheime, Pflegedienste und das Pflegepersonal an - sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung.

Nachdem Appelle für freiwillige Maßnahmen nur teilweise gewirkt haben, erlässt die Stadt Freiburg ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. Die Stadt befindet sich nur wenige Kilometer von den Notstandsgebieten in Frankreich und der Schweiz entfernt.

An der deutsch-polnischen Grenze hatte sich der Verkehr wegen der Kontrollen zuletzt auf 60 Kilometern gestaut. Deshalb lockert Polen die Vorschriften etwas: Lkw-Fahrer und Berufspendler müssen nun kein Formular mehr mit Daten ihrer Erreichbarkeit ausfüllen.

Deutschland und Europa schlafen noch, als die Nachricht aus dem Weißen Haus hereinplatzt. US-Präsident Donald Trump sagt das G7-Treffen wegen der Corona-Epidemie ab. Das Gipfeltreffen der sieben Industrienationen wird nicht auf dem Militärstützpunkt Camp David im Juni stattfinden. Stattdessen sollen die Staats- und Regierungschefs per Videoschalte im Sommer konferieren.

Außenminister Heiko Maas verkündet eine Reisewarnung bis Ende April. Sie betrifft Millionen Buchungen in den Osterferien.

Am Nachmittag lässt die Bundesregierung aufhorchen: Sie  kassiert die schwarze Null. Die Schuldenbremse soll ausgesetzt werden. "Es wird ein Milliarden-Paket, das es in dieser Höhe in Deutschland noch nie gegeben hat", sagt ein Regierungsbeamter dem ARD-Hauptstadtstudio. Das Kabinett will am Montag den Rettungsschirm für Banken, Unternehmen und Selbstständige beschließen.

Nach Bayern schränken auch Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hamburg die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung weiter ein. In allen Ländern sind Versammlungen von Kleingruppen im öffentlichen Raum verboten: In Hessen und Rheinland-Pfalz liegt die Höchstzahl bei fünf, in Hamburg bei sechs, in Baden-Württemberg bei drei. Außerdem werden überall Restaurants und Cafés geschlossen. Sie dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen.

Am Abend ringt sich die EU-Kommission in der Corona-Krise zu einem historischen Schritt durch. Sie setzt die europäischen Regeln für ein Haushaltsdefizit der Mitgliedstaaten bis auf weiteres aus. "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft.

Von ruhigem Wochenende keine Spur: Die Politik beobachtet ganz genau, wie sehr sich die Bundesbürger an die Ausgangsbeschränkungen halten. Vom Verhalten am heutigen Samstag hängt ab, ob weitere Maßnahmen erlassen werden. Zwar kommt es beispielsweise in Bayern zu einzelnen Verstößen, doch "weitestgehend" halten sich die Menschen an die Auflagen, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagt. Auch Thüringens Ministerpräsident Ramelow lobte: "Heute hat es ja auch schon ganz gut geklappt."

Die Bundesregierung schnürt mehrere milliardenschwere Hilfspakete, die verhindern sollen, dass zu viele Bürgerinnen und Bürger in finanzielle Not geraten. Vorgesehen sind unter anderem eine Neuverschuldung von rund 150 Milliarden Euro sowie ein Rettungsschirm von bis zu 600 Milliarden. Finanzminister Scholz rückt von der Schwarzen Null im Haushalt ab und ist bereit, die im Grundgesetz festgelegte Schuldenbremse außer Kraft zu setzen.

Damit die Hilfe schnell ankommt, soll das Kabinett bereits am Montag den Nachtragshaushalt beschließen, der für Solo-Selbstständige, Kleingewerbe und Miniunternehmen bis zu 50 Milliarden Euro an Hilfen vorsieht. Das Arbeitsministerium lockert die Hartz-IV-Regeln und erwartet bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Bezieher der Grundsicherung. Auch Mieter sollen vor Kündigungen geschützt werden.

Während die Deutschen vor allem Toilettenpapier, Nudeln und Mehl "hamstern", decken sich die US-Bürger mit Waffen und Munition ein. Die Bundesstaaten Kalifornien und New York ergreifen drastische Maßnahmen. Sie schließen alle nicht notwendigen Geschäfte und rufen die insgesamt 60 Millionen Einwohner auf, ihre Häuser möglichst wenig zu verlassen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaft Leopoldina empfiehlt Bundesländern und Bundesregierung einen dreiwöchigen "Shutdown". Die Forscher sprechen sich für einen strategischen "Dreiklang" aus: Eindämmung der Epidemie, Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerung sowie eine gezielte Kapazitätserhöhung im medizinischen Versorgungssystem. Spaziergänge im Familienkreis oder Joggen sollten aber weiterhin möglich bleiben.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzen Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot. "Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt", so der NRW-Ministerpräsident Laschet. Ein entsprechend angepasstes Verbot sei demnach "verhältnismäßiger, zielgerichteter und besser zu vollziehen" als eine Ausgangssperre. Von Montag an sind Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten. Ausnahmen gibt es für Familien. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure.

Bundeskanzlerin Merkel appellierte an die Bevölkerung, die beschlossenen Maßnahmen zu beherzigen, denn "unser eigenes Verhalten ist derzeit das wirksamste Mittel", so Merkel. "Bitte ziehen Sie alle mit", sagt sie. "Zeigen Sie Vernunft und Herz."

Justizministerin Lambrecht stellt sich gegen den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, spersonenbezogene Mobilfunkdaten im Kampf gegen das Coronavirus einzusetzen. Lambrecht erklärt, vorerst genüge es, anonymisierte Daten zu erfassen und zur Verfügung zu stellen.

Zu Beginn einer neuen Woche verbreitet das Robert Koch-Institut sehr vorsichtigen Optimismus: Der Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen hat sich über das Wochenende etwas verlangsamt. Das Institut gibt aber auch zu bedenken: Für eine definitive Bewertung sei es noch zu früh - viele Gesundheitsämter würden ihre Daten erst am Wochenanfang übermitteln. Man sehe aber zumindest schon mal einen Trend.

Aus dem Bundeskabinett dringen gewaltige Zahlen an die Öffentlichkeit: Die Regierung beschließt einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro, die in ein Nothilfepaket fließen sollen. Das Geld solle einerseits wegbrechende Steuereinnahmen ausgleichen, erläutert Finanzminister Scholz. Andererseits würden damit die Hilfsmaßnahmen finanziert: für Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen. Zudem sollen Krankenhäuser in der Corona-Krise entlastet werden. Im Eiltempo soll der Nachtragshaushalt nun durch den Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden.

Das Coronavirus setzt auch das deutsche Asylsystem unter Zugzwang: Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" stoppt Deutschland ab sofort alle Abschiebungen in andere EU-Staaten.

Auch wenn die Pandemie zu immer drastischeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens führt - die meisten Deutschen zeigen sich solidarisch. 95 Prozent der Befragten in einer Extra-Ausgabe des DeutschlandTrend befürworten das verschärfte Versammlungsverbot. Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus: Bei 37 Prozent der Befragten ist die Sorge groß, bei 18 Prozent sogar sehr groß.

Italien, das von der Coronavirus-Pandemie bis hierhin am heftigsten getroffen wurde, bekommt erste Hilfe der internationalen Gemeinschaft: So sollen Ärzte aus Kuba, China und Russland ihre erschöpften Kollegen in Italien unterstützen, Deutschland schickt medizinische Geräte und Schutzausrüstung.

Lange haben Japan und das Ingternationale Olympische Komitee die Entscheidung hinausgezögert, nun steht fest: Die Olympischen Sommerspiele werden verschoben. Die ursprünglich für Juli und August angesetzten Wettkämpfe sollen nun spätestens im Sommer 2021 stattfinden. Die Olympischen Sommerspiele sind in Friedenszeiten noch nie ausgefallen oder verschoben worden. Seit der Wiederbelebung der Spiele vor 126 Jahren wurden sie lediglich während der Weltkriege ausgesetzt - 1916, 1940 und 1944.

Zahlreiche europäische Länder drehen die Maßnahmenschraube im Kampf gegen das Coronavirus eine Umdrehung weiter: In Frankreich müssen ab sofort auch die Wochenmärkte schließen, Sport im Freien wird weitgehend verboten. In Großbritannien trat bereits gestern Abend eine dreiwöchige weitgehende Ausgangssperre in Kraft. In Polen sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen nicht mehr erlaubt. In den Niederlanden verlängert die Regierung das Versammlungsverbot bis 1. Juni. Sollte das Verbot nicht eingehalten werden, werde eine Ausgangssperre verhängt, heißt es aus der Regierung.

Nach dem milliardenschweren Hilfspaket der Bundesregierung, das das Kabinett bereits am Vortag absegnete, werden in immer mehr Bundesländern eigene Rettungsschirme aufgespannt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern. 25 Milliarden Euro fließen in Nordrhein-Westfalen in das Hilfspaket, 20 Milliarden in Bayern, 8,5 Milliarden in Hessen, fünf Milliarden in Baden-Württemberg, von denen vier Milliarden als Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler bereitstehen. 3,3 Milliarden mobilisiert Rheinland-Pfalz, 1,1 Milliarden Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine Milliarde Euro.

Der Tag beginnt mit einer positiven Nachricht aus den USA. Der dortige Aktienindex Dow Jones hat nach einer Talfahrt seinen höchsten Gewinn seit 87 Jahren erzielt. Ein Hoffnungsschimmer?

In Deutschland tagt der Bundestag unter außergewöhnlichen Bedingungen und debattiert über ein noch außergewöhnlicheres Finanzpaket, mit dem die Krise abgemildert werden soll. "Dafür gibt es kein Drehbuch", betont Vizekanzler und Finanzminister Scholz. Insgesamt werden die Maßnahmen einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro nach sich ziehen - "eine gigantische Summe", wie Scholz sagt. Der Bundestag stimmt dem Paket zu.

Wie schnell kann Deutschland die Krise hinter sich lassen? Gesundheitsminister Spahn und das Robert Koch-Institut bitten um Geduld. Erst nach Ostern könne die Lage verlässlicher bewertet werden.

New York wird zum Hochrisikogebiet. Die Zahl der Infektionen steigt hier ganz besonders rasant.

In Deutschland fällt eine wichtige Entscheidung für den Abiturjahrgang. Die Abiturprüfungen sollen trotz der Krise stattfinden.

Russlands Präsident Putin verschiebt wegen der Krise die Abstimmung über die Verfassungsreform, die ihm ein Regieren auch Ende seiner Amtszeit 2024 ermöglichen könnte. Auch in seinem Land steigen die Zahlen der Corona-Infektionen drastisch.

Die Zahlen der Infizierten in Deutschland erneut deutlich. Wann werden sich Ausgangssperren und Einschränkungen bemerkbar machen? Fachleute versuchen, das herauszufinden.

Bundespräsident Steinmeier fordert Solidarität - auch und vor allem innerhalb der EU. Geteiltes Wissen sei wichtig.

Nachdem die Hilfen genehmigt sind, stellt sich die Frage: Wie schnell können sie auch bei den Bedürftigen ankommen?

Die erste Woche der Ausgangssperren neigt sich dem Ende zu. Neben der Sorge um die wirtschaftlichen Folgen und Entwicklungen geht es auf verschiedensten Ebenen auch um die Frage: Wie geht das Leben weiter, wie lange werden die Ausgangssperren anhalten? Gesundheitsminister Spahn macht klar: Nur wenn alle die Regeln befolgen, steigt die Chance, dass die Regierung die Beschränkungen lockern kann.

Zu den wichtigen Bausteinen auf dem Weg zur Bewältigung der Krise gehören die medizinischen Frage, darunter auch die, ob Patienten nach der Genesung immun sind.

Im Auftrag des Bundesinnenministeriums haben Experten Überlegungen angestellt, wie die Krise sich entwickeln und welche Auswege es geben könnte. Die Tatsache, dass Deutschland intensiv auf das Virus testet, scheint ein wichtiger Faktor mit Blick auf die bisherige Entwicklung und als Maßnahme, um eine Ausbreitung auch künftig so gut es geht einzudämmen.

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt auch in Deutschland weiter. 6000 neue Fälle wurden innerhalb eines Tages registriert. Vor dem Hintergrund bittet Bundeskanzlerin Merkel die Bürger um Geduld.

In Großbritannien wird bekannt: Auch Premierminister Boris Johnson ist infiziert. Sein Gesundheitsminister wurde ebenfalls positiv getestet.

Unternehmen sollen in Deutschland in der Krise Hilfe erhalten. Doch kommt die bei den Richtigen an? Große Firmen wie Adidas, H&M und Deichmann nutzen die Corona-Regelungen und setzen ihre Mietzahlungen aus. Das sorgt für Diskussionen.

Die Zahlen der Toten und Infizierten steigt in Italien weiter. Erstmals erteilt ein Papst außerhalb der Weihnachts- und Ostertage oder nach einer Papstwahl den Segen "Urbi et Orbi". Und zum ersten Mal in der Kirchengeschichte geschieht das vor einem menschenleeren Petersplatz.

Papst Franziskus bei der Messe im Vatikan | dpa

Der Petersplatz blieb während des Segens gesperrt. Bild: dpa

Der Mangel an Masken und anderem medizinischen Ausrüstungsmaterial besteht in vielen Ländern weltweit - auch in den USA. Präsident Trump greift daher zu einem Gesetz, das eigentlich für Kriegszeiten gemacht ist und verpflichtet den Autohersteller GM, Beatmungsgeräte herzustellen.

In Deutschland dämpft Kanzleramtsminister Braun Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen müssten mindestens bis zum 20. April fortgesetzt werden.

Das Coronavirus hat Auswirkungen auf viele Lebensbereiche. Ausgangssperren führen unter anderem international zu einem Anstieg häuslicher Gewalt.

Aus China gibt es Nachrichten, die Hoffnung machen. In Wuhan, wo das Virus zunächst ausbrach, werden die Ausgangssperren gelockert.

Als ein Ort, von dem aus die Verbreitung des Virus in Europa besonders schnell voran gegangen ist, gilt der österreichische Skiort Ischgl. Touristen erwägen nun, eine Sammelklage einzureichen.

In Italien sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen am Coronavirus gestorben.

Und auch Spanien ist eines der Länder, das besonders hohe Zahlen an Infizierten und Toten zu beklagen hat. Die Regierung beschließt, nun alle Arbeitnehmer, die in "nicht lebenswichtigen Unternehmen" tätig sind, in Zwangsurlaub zu schicken.

An diesem Sonntag diskutiert Deutschland weiter über eine Exit-Strategie aus der Krise. NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) mahnt, man müsse jetzt schon Konzepte entwickeln, wann und wie man ins öffentliche und soziale Leben zurückkehren könne. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) betont, es sei erst einmal wichtig, das Kontaktverbot fortzusetzen. Sie kann sich vorstellen, entsprechende Regelungen in den ostdeutschen Bundesländern noch auszuweiten.

In Indien geraten Zehntausende Arbeiter durch die landesweite Ausgangssperre in größte Not: Sie haben ihren Job und ihre Unterkünfte verloren und versuchen nun, in ihre Heimatorte zu gelangen.

In Russland erhalten die Menschen eine bezahlte arbeitsfreie Woche. Doch schnell gibt es Kritik führender Wissenschaftler. Sie fordern, man brauche sofort eine strenge Quarantäne - und massive Hilfen für die Wirtschaft.

Im internationalen Vergleich ist die Krise auch in Singapur bislang glimpflich verlaufen. Die Verantwortlichen glauben, dass sie die entscheidenden Lehren aus der SARS-Epidemie 2003 gezogen haben.

Die USA sind inzwischen das Land mit den meisten Coronafällen. 125.000 Infizierte sind bislang registriert. Der oberste Virologe des Landes befürchtet Millionen Fälle und mehr als 100.000 Tote.

64.000 Infektionen, 560 Todesfälle - das sind die Zahlen dieses Tages in Deutschland. Die Menschen halten sich tatsächlich weniger in den Innenstädten auf, Parks werden aber gut besucht - zeigt eine Datenanalyse aus Deutschland.

Und international? In Griechenland wächst die Sorge um die Zustände in den Flüchtlingslagern. Hier könnte sich das Virus extrem schnell ausbreiten.

Hilferufe kommen auch aus Spanien. Das Land verschärft seine Maßnahmen weiter - mit Folgen für die Wirtschaft. Regierungschef Sanchez ruft Europa auf, die Schuldenlast, die durch die Corona-Krise auch in seinem Land entsteht, gemeinsam zu tragen.

Österreich hat bereits strenge Ausgangsbeschränkungen. Eine weitere kommt hinzu: In Supermärkten sollen die Menschen künftig nur noch mit Mundschutz einkaufen.

In der Türkei steigen die Corona-Zahlen rasant an. Wird das Land zum nächsten Krisenherd?

Hoffnungsschimmer für Italien. Erstmals seit fast drei Wochen nimmt die Zahl der Infizierten nur vergleichsweise wenig zu. 75.538 Menschen wurden in dem Land seit Beginn der Krise positiv getestet.

Dagegen ist die Situation in den USA dramatisch, Präsident Trump spricht von "Krieg". In der besonders betroffenen Metropole New York soll nun ein schwimmendes Lazarett bei der Versorgung der Patienten helfen.

Stimmen Chinas Corona-Zahlen? Geht die Epidemie in ihrem Ursprungsland wirklich deutlich zurück? Das Gesundheitsministerium in Peking gibt einmal täglich die Zahlen bekannt. Es will damit Transparenz demonstrieren. Doch Kritiker halten die Werte für zu niedrig. Die Regierung reagiert, will künftig umfangreichere Statistiken veröffentlichen.

Aufgrund der Corona-Krise ist der Ölpreis erheblich gefallen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet weniger als 20 Dollar - so wenig wie zuletzt 2002.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen zeigen sich auch in Deutschland: 470.000 Unternehmen melden Kurzarbeit an. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahl um 200.000 steigen wird.

Auch in der Bundesliga stehen die Zeichen auf Verlängerung der Corona-Pause. Bis zum 30.3. soll der Spielbetrieb weiter stillstehen. Danach ist geplant, die Saison zu Ende zu spielen - aber voraussichtlich ohne Zuschauer im Stadion.

Italiens Ministerpräsident Conte befürchtet, dass die Corona-Krise schnell zu einer Staatsschuldenkrise werden könnte. Er fordert die Einführung von Euro-Bonds.