Europäische Spitzenkandidaten der Europawahl posieren vor einer TV-Debatte | Bildquelle: dpa

Europawahl Sechs Spitzenkandidaten - ein Ziel

Stand: 15.05.2019 11:54 Uhr

Zum Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Juncker soll nach der Europawahl einer der europäischen Spitzenkandidaten gewählt werden. tagesschau.de sie vor.

Wer tritt im Herbst die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an? Die europäischen Parteienfamilien haben sich mehrheitlich darauf festgelegt, dass sie nur jemanden wählen wollen, der als Spitzenkandidat oder Spitzenkandidatin bei der Europawahl angetreten ist. tagesschau.de stellt die Bewerber vor, die für die europäischen Parteienfamilien ins Rennen gehen.

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Manfred Weber, Europäische Volkspartei (EVP)
 

Frans Timmermans, Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)

Jan Zahradil, Allianz der Konservativen und Reformer in Europa (AKRE)
 
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Frans Timmermans, Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)
 

Jan Zahradil, Allianz der Konservativen und Reformer in Europa (AKRE)

Margrethe Vestager, Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE)
 
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Jan Zahradil, Allianz der Konservativen und Reformer in Europa (AKRE)
 

Margrethe Vestager, Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE)

Ska Keller, Europäische Grüne (EGP)
 
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Margrethe Vestager, Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE)
 

Ska Keller, Europäische Grüne (EGP)

Violeta Tomič, Europäische Linke (EL)
 
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Ska Keller, Europäische Grüne (EGP)
 

Violeta Tomič, Europäische Linke (EL)

Das System der europäischen Spitzenkandidaten
 
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Violeta Tomič, Europäische Linke (EL)
 

Das System der europäischen Spitzenkandidaten

Das Berlaymont-Gebäude, Hauptsitz der Europäischen Kommission. | Bildquelle: dpa
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Wer steht in den kommenden fünf Jahren an der Spitze der EU-Kommission? Die großen europäischen Parteienfamilien haben sich bereits darauf festgelegt, dass es einer der Spitzenkandidaten der Europawahl sein wird.

Bei der vergangenen Europawahl 2014 sei er "Versuchskanickel" gewesen, sagte Jean-Claude Juncker kürzlich. Dennoch lobte der amtierende EU-Kommissionspräsident das damals eingeführte Spitzenkandidaten-Prinzip, das ihm ins Amt verhalf: Die Menschen müssten wissen, wen sie an die Spitze der EU wählten. Konkret bedeutet das Spitzenkandidatensystem, dass europäische Parteien einen gemeinsamen Spitzenkandidaten für die Europawahl nominieren. Aus ihrem Pool wird am Ende der Kommissionspräsident gewählt.

Der Präsident der Europäischen Kommission: Jean-Claude Juncker
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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden.

Zwar liegt das Vorschlagsrecht bei den Regierungen der EU-Staaten - die laut den EU-Verträgen dabei das Ergebnis der Europawahl berücksichtigen müssen. Ein Automatismus ist aber nicht festgelegt. Die Wahl des Kommissionspräsidenten ist dann Sache das Europaparlaments. Die dort vertretenen europäischen Parteienfamilien haben sich mehrheitlich darauf festgelegt, nur einen Kommissionspräsidenten zu wählen, der vorher als Spitzenkandidat angetreten war. Das Verfahren soll die EU bürgernäher und demokratischer machen.

Die Regierungen der EU-Staaten kritisieren allerdings das System der Spitzenkandidaten. Sie befürchten, dass ihr festgeschriebenes Vorschlagsrecht ausgehöhlt wird und sie Macht einbüßen. Fakt ist aber: Die europäischen Spitzenkandidaten haben mit Blick auf die Nachfolge des scheidenden Kommissionspräsidenten Juncker eine zentrale Rolle.

Über dieses Thema berichtete die Wahlarena am 7. Mai 2019 um 20:15 Uhr.

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