Horst Seehofer | Bildquelle: AFP

Konsequenz aus Asylstreit Seehofer bietet offenbar Rücktritt an

Stand: 01.07.2018 23:21 Uhr

Horst Seehofer will offenbar als Bundesinnenminister und CSU-Chef zurücktreten. Dies kündigte er nach übereinstimmenden Medienberichten gegenüber der Parteispitze an. Nun ist die CSU-Krisensitzung unterbrochen - für Beratungen des engsten Führungszirkels.

Im Asylstreit mit Kanzlerin Angela Merkel und der CDU will Horst Seehofer offenbar sowohl als CSU-Vorsitzender als auch als Bundesinnenminister zurücktreten. Das habe er in einer stundenlangen Krisensitzung der CSU-Spitze in München erklärt, wie die Nachrichtenagenturen dpa und AFP unter Berufung auf Teilnehmer berichten. Eine persönliche Erklärung Seehofers wurde bereits seit Stunden erwartet. Die Sitzung der CSU-Spitze wurde mittlerweile unterbrochen.

Julian von Löwis, BR, zum Rücktrittsangebot von Seehofer
tagesthemen 23:15 Uhr, 01.07.2018

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Entscheidung möglicherweise noch nicht endgültig

BR-Korrespondent Julian von Löwis machte in den tagesthemen deutlich, dass die Entscheidung über Seehofers Zukunft noch nicht endgültig gefallen sei. Es kursierten noch unterschiedliche Darstellungen darüber, wie der CSU-Chef einen Rückzug ins Spiel gebracht habe - einerseits hieß es demnach, Seehofer habe den Rücktritt angeboten. Andererseits sei davon die Rede, Seehofer habe dies nur als eine von drei Möglichkeiten genannt.

Offenbar will CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt einen Rückzug Seehofers nicht akzeptieren. "Das ist eine Entscheidung, die ich so nicht akzeptieren kann", sagte er nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der CSU-Spitze Dobrindt habe dafür lang anhaltenden Applaus erhalten.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt | Bildquelle: REUTERS
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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt will Seehofers Rückzug offenbar nicht akzeptieren.

Seehofer verließ den Sitzungssaal in der CSU-Zentrale nach seiner Erklärung und zog sich mit seinem engsten Führungszirkel, darunter seine Stellvertreter, Generalsekretär Markus Blume, Dobrindt und Ministerpräsident Markus Söder, in die erste Etage zurück. Mit dabei war auch der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber. Dem Vernehmen nach versuchten die Vertrauten, Seehofer zum Weitermachen zu bewegen. BR-Korrespondent von Löwis sagte in den tagesthemen aber auch, dass es bei dem Gespräch des engsten Führungszirkels der Partei bereits um die Frage der Nachfolge gehen könne.

Seehofer ist erst seit rund 100 Tagen in der neuen großen Koalition Bundesinnenminister, seit 2008 ist er CSU-Chef. Zuvor hatte der CSU-Vorstand mehr als sieben Stunden lang über die Konsequenzen der CSU im Asylstreit mit der CDU diskutiert. Dabei hatten Seehofer und seine Parteifreunde sich mehrheitlich gegen die Beschlüsse des EU-Gipfels und für einen nationalen Alleingang ausgesprochen.

Wie reagiert die CDU? Dazu Tina Hassel, ARD Berlin
tagesthemen 23:15 Uhr, 01.07.2018

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CDU betont Unterstützung für Merkel

Die CDU-Spitze betonte unterdessen die Unterstützung für den europäischen Kurs von Kanzlerin Merkel in der Asylpolitik. Einseitige Zurückweisungen von Migranten seien das falsche Signal an die europäischen Gesprächspartner, sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am späten Abend in Berlin. Einseitige Zurückweisungen von Migranten seien das falsche Signal an die europäischen Gesprächspartner, sagte sie. Der Beschluss der Vorstands sei bei einer Enthaltung nahezu einstimmig gefasst worden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 01. Juli 2018 um 23:15 Uhr.

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