Alfons Hörmann (Archivbild: Dezember 2019) | dpa

DOSB-Präsident Hörmann tritt nicht zur Wiederwahl an

Stand: 16.06.2021 20:24 Uhr

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, tritt nicht zur Wiederwahl an. Das teilte der DOSB mit. Hörmann reagiert damit auf die Vorwürfe wegen mangelnder Führungsqualitäten.

Alfons Hörmann wird sein Amt als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) aufgeben und bei vorgezogenen Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung im Dezember nicht mehr antreten. Das teilte der DOSB mit.

Neben dem 60-Jährigen wird sich auch Vizepräsident Kaweh Niroomand auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht mehr zur Wahl stellen.

Mit der Ankündigung von Neuwahlen hält sich der Dachverband des deutschen Sports nun doch an die Empfehlungen der Ethikkommission, die in der Briefaffäre um Hörmann dazu geraten hatte.

Anonymer Brief löste Führungskrise aus

In einem anonymen Schreiben hatten die Autoren explizite Vorwürfe gegen Hörmann wegen mangelnder Führungsqualitäten erhoben. In dem Brief ist von fehlendem Respekt und Fairplay gegenüber Verbandsangestellten die Rede. Das Schreiben, das vermutlich aus der Belegschaft des Verbandes stammt, war an die Öffentlichkeit gelangt.

Zunächst hatte der DOSB eine Vertrauensabstimmung über die Präsidiumsmitglieder im September ins Auge gefasst und war dafür von Athleten, aus der Politik und von den Landessportbünden kritisiert worden. Nun kam es zur Wende.

Zuletzt hatte sich schon angedeutet, dass der DOSB zum Einlenken bereit ist und erneut über die Empfehlungen der Ethikkommission beraten wollte.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Juni 2021 um 21:45 Uhr.