Ein Mitarbeiter zeigt in der Corona-Abstrichstelle auf dem Festplatz einen Abstrich für einen Corona-Test. | dpa

Coronavirus in Deutschland 14.022 Neuinfektionen - Tendenz sinkend

Stand: 29.01.2021 07:14 Uhr

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz gestern erstmals seit Monaten unter die Marke von 100 gerutscht ist, sinkt die Zahl weiter. Auch bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnete das RKI einen leichten Rückgang im Vergleich zur Vorwoche.

Der Trend bei den täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist weiter leicht rückläufig. Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI 14.022 registrierte Neuansteckungen. Vergangenen Freitag lag die Zahl bei 17.862.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sank laut dem RKI leicht - und liegt nun bei 94,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder - am Donnerstag lag sie erstmals seit Ende Oktober unter 100.

839 Todesfälle

Zudem meldeten die Gesundheitsämter 839 neu registrierte Todesfälle - im Vergleich zu 859 am vergangenen Freitag. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 55.752.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.192.850 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Impfgipfel am Montag

Unterdessen bemüht sich die Bundesregierung, die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Mit einem Impfgipfel am kommenden Montag wollen Bund und Länder dabei auf die wachsende Kritik an der schleppend anlaufenden Impfkampagne reagieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dämpfte aber bereits Hoffnungen auf eine rasche Bereitstellung zusätzlicher Impfdosen. "Auch ein Impfgipfel wird es nicht schaffen, dass etwas so Komplexes wie Impfstoffproduktion auf einmal in zwei Wochen zu hunderten oder zig Millionen stattfindet."

In Brüssel soll heute die Entscheidung über die Zulassung eines dritten Impfstoffs fallen. Es wird erwartet, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die bedingte Zulassung des AstraZeneca-Mittels empfehlen wird. Dann muss nur noch die EU-Kommission zustimmen.

Zur Eindämmung der ansteckenderen Virus-Mutanten sollen zudem Einreisen nach Deutschland aus fünf Ländern weitgehend gestoppt werden. Betroffen wären Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, die von der Bundesregierung als Mutationsgebiete eingestuft sind.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Januar 2021 um 09:00 Uhr.