Paris, London, München, Hamburg, Riga - in zahlreichen Städten in Deutschland und ganz Europa haben wieder Zehntausende Menschen gegen den russischen Angriff auf die Ukraine protestiert. Die größte Demonstration gab es in Rom.
Der Krieg hat Skandinavien aufgeschreckt: Nach Russlands Angriff auf die Ukraine wollen Finnland und Schweden in Verteidigungsfragen enger zusammenarbeiten. Helsinki kündigte zudem den Kauf eines israelischen Luftabwehrsystems an.
Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig Verletzungen der Waffenruhe vor, die die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen sollte. Das russische Militär setzte nach eigenen Angaben seine Angriffe auf Mariupol und Wolnowacha fort.
Wegen des Krieges sind nach UN-Angaben bereits etwa 1,4 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Die meisten hätten in Polen Zuflucht gesucht. US-Außenminister Blinken dankte dem Land für seine "Großzügigkeit und Führungsstärke".
Der Iran und die Internationale Atombehörde haben sich laut Teheran auf einen Fahrplan zur Klärung offener Fragen für ein neues Atomabkommen verständigt. Russland droht derweil, die Gespräche wegen der Ukraine-Sanktionen zu torpedieren.
Russlands Krieg gegen die Ukraine spaltet die Meinung der Serben. Viele halten zum Kreml - allein aus Protest gegen die NATO. Serbiens Präsident ist zwiegespalten - auch, weil er von Russlands Gas abhängig ist. Von S. Govedarica und W. Vichtl.
Die Bevölkerung von Mariupol und Wolnowacha sollte während einer mehrstündigen Feuerpause die Städte verlassen können. Doch rund um Mariupol scheinen die Gefechte weiterzugehen. Die Evakuierung stockt - und beide Seiten geben sich die Schuld dafür.
Das Welternährungsprogramm warnt vor der zunehmend schwierigeren Lebensmittelversorgung vor allem in ukrainischen Städten. Doch auch international droht der Krieg die Hungerkrise in anderen Staaten zu verschärfen.
In China hat der Nationale Volkskongress begonnen. Auch wenn der Ukraine-Krieg dort nicht erwähnt wird, könnte er indirekt eine Rolle spielen - mit Blick auf Chinas Konjunkturplan und den geplanten Anschluss Taiwans. Von B. Eyssel.
Immer mehr Medien stoppen ihren Betrieb in Russland. Nach den Sendern BBC und CNN setzen auch ARD und ZDF die Berichterstattung aus ihren Moskauer Studios vorerst aus. Bei kritischer Berichterstattung drohen hohe Haftstrafen.
Für die Städte Mariupol und Wolnowacha hat die russische Armee eine Feuerpause ausgerufen. Bis zu 200.000 Menschen könnten nach ukrainischen Angaben allein Mariupol verlassen. Doch die Waffenruhe ist offenbar brüchig.
Zum zweiten Mal binnen einer Woche hat Nordkorea eine ballistische Rakete getestet. Der Versuch fand nur wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Südkorea statt - und zeitgleich zur Eröffnung des Volkskongresses in China.
Chinas Volkskongress ist zu seiner jährlichen Vollversammlung zusammengekommen. Der Ukraine-Krieg könnte zumindest indirekt eine Rolle spielen - so fürchtet China etwa Einfuhrstopps von Technologie für die Rüstungsindustrie. Von Benjamin Eyssel.
In einer emotionalen Rede hat der ukrainische Präsident Selenskyj die NATO für ihr Nein zu einer Flugverbotszone kritisiert. Die Allianz habe damit "grünes Licht für die Bombardierung ukrainischer Städte und Dörfer gegeben".
An diesem Wochenende könnte es erneut Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine geben. Die Voraussetzungen sind jedoch schwierig. Moskau beharrt auf seinen Forderungen, Kiew lehnt diese vehement ab.
In Brüssel berieten sowohl die EU-Außenminister als auch die der NATO. Die Bereitschaft zu weiteren Sanktionen ist groß - wie auch die geäußerte Abscheu über das Vorgehen Putins. Eine Flugverbotszone über der Ukraine soll nicht kommen.
Der Beschuss der ukrainischen Atomanlage Saporischschja hat bei den UN und den G7-Außenministern große Besorgnis ausgelöst. Im Sicherheitsrat wurde Russland verantwortlich gemacht. Moskaus Vertreter sprach dagegen von ukrainischer Sabotage.
Der Krieg in der Ukraine betrifft nun auch das größte Atomkraftwerk Europas Saporischschja. Wer kontrolliert das Gelände? Welche Risiken birgt die Situation? Schreitet die Atomenergie-Behörde ein? Die wichtigsten Fragen.
Laut IAEA-Chef Grossi ist keine radioaktive Strahlung aus der angegriffenen Atomanlage in der Ukraine ausgetreten. Er zeigte sich besorgt - und will in die Ukraine reisen. Auch das Bundesumweltministerium beobachtet die Lage.
Das Feuer auf dem Gelände des AKW Saporischschja ist gelöscht. Ukrainischen Angaben zufolge hatten russische Truppen die Anlage beschossen. Russland dagegen spricht von einer "ungeheuerlichen Provokation" ukrainischer Saboteure.
Im Krieg gegen die Ukraine geht Moskau nun mit drakonischen Haftstrafen gegen missliebige Berichterstattung über die russische Armee vor. Zudem blockierte die Medienaufsicht in Russland den Zugang zu Facebook und Twitter.
Das russische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das lange Haftstrafen und hohe Geldbußen für die Veröffentlichung von "Falschnachrichten" über die russischen Streitkräfte vorsieht.
Als einer der letzten Kreml-kritischen Sender hat Doschd TV seinen Betrieb eingestellt. Im Interview mit den tagesthemen spricht Chefredakteur Tichon Dsjadko über neue Gesetze gegen Journalisten - und wohin sich Russland entwickeln wird.
Der in Russland populäre unabhängige Radiosender "Echo Moskwy" hat seine Schließung bekannt gegeben. Bereits am Dienstag hatten Behörden den Zugang zum Sender blockiert. Er hatte kritisch über den Krieg gegen die Ukraine berichtet.
Wird die russische Armee im Kampf um Kiew ähnlich vorgehen wie in den Tschetschenien-Kriegen und die Stadt unter massiven Beschuss nehmen? Viele Einwohner fürchten das. Ein Militärexperte sieht die russische Armee in einem taktischen Dilemma. Von E. Aretz.
Im Donbass haben sich die ukrainischen Einheiten verschanzt. Doch russische Verbände von der Krim haben sie umgangen und stoßen weiter vor. Schon bald könnten die Ukrainer eingekesselt sein. Von Marc Leonhard.
Viele Ukrainer müssen wegen der russischen Attacken tagelang in Kellern hocken. Ihnen fehlt Wasser, Essen, Strom oder Gas. Die 67-jährige Nina berichtet von ihren dramatischen Erlebnissen. Von P. Milling.
NATO-Chef Stoltenberg hat deutlich gemacht, dass das Bündnis ein Flugverbot in der Ukraine nicht wie von Kiew gefordert durchsetzen wird. Gleichzeitig stellte der Generalsekretär eine düstere Prognose.
Kaum noch Lebensmittel, kein Strom und kein Wasser mehr - angesichts der verzweifelten Lage in Mariupol hat der Bürgermeister um militärische Unterstützung gebeten. In Kiew waren am Nachmittag mehrere Explosionen zu hören.
Eine gute Woche nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind nach UN-Angaben bereits 1,25 Millionen Flüchtlinge unterwegs. Deutschland möchte "unbürokratisch" helfen.
In der Ukraine häufen sich die Berichte über russischen Beschuss von zivilen Zielen wie Wohngebieten oder Schulen. Eine Untersuchungskommission der UN soll nun mögliche Menschenrechtsverletzungen untersuchen.
Hunderttausende Ukrainer flüchten in die Nachbarstaaten - die allermeisten Frauen mit ihren Kindern. Die leiden ganz besonders unter der Flucht ins Ungewisse. Clemens Verenkotte berichtet aus Siret, Rumänien - kurz hinter der Grenze zur Ukraine.
Das EU-Beitrittsgesuch der Ukraine hat auch andere Staaten mobilisiert: Georgien beantragte nun ebenfalls die Mitgliedschaft. Auch die Republik Moldau reichte die entsprechenden Dokumente in Brüssel ein.
Auch in Großbritannien fürchten russische Oligarchen um ihre Millionen-Immobilien und Jachten. Dabei stehen bisher nur wenige auf der Sanktionsliste. Angst haben sie dennoch. Von Christoph Prössl.
Auf Zypern leben rund 40.000 Russen - einige von ihnen pflegen Verbindungen zum russischen Präsidenten Putin. Droht ihnen jetzt die Ausweisung? Der Ukraine-Krieg stellt die Regierung nicht nur deswegen vor große Herausforderungen. Von Isabel Gotovac.
Die ISS wurde als internationales Friedensprojekt initiiert - doch jetzt führt Russland Krieg. Was bedeutet das für die Zukunft der Raumstation? Und was für die sieben Astronauten an Bord? Von Ute Spangenberger.
faktenfinder
Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs hat eine Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen in der Ukraine eröffnet. Sie reicht bis ins Jahr 2013 zurück, umfasst aber auch den durch die russische Invasion ausgelösten Konflikt.
Die ukrainische Führung wirft Russland Kriegsverbrechen vor - und vice versa. Im Netz kursieren Aufnahmen, die Vergehen an Zivilisten zeigen sollen. Nicht immer sind die Hinweise eindeutig.
Aus der Politik kommt die Forderung, den Internationalen Strafgerichtshof gegen Russlands Präsidenten Putin einzuschalten. Der Chefankläger in Den Haag kündigt Ermittlungen an. Doch das Völkerstrafrecht hat seine Grenzen. Von Claudia Kornmeier.
Es ist ein Ergebnis, mit dem selbst optimistische Diplomaten nicht gerechnet hatten: Die UN haben den russischen Einmarsch in die Ukraine in einer Resolution mit überwältigender Mehrheit verurteilt. Von Antje Passenheim.
Außenministerin Baerbock hat versucht, die Weltgemeinschaft wachzurütteln: Es gehe aktuell um Leben oder Tod des ukrainischen Volkes, sagte sie vor den UN. Notwendig sei eine Resolution gegen Russland. Von P. Mücke.
Russland und Belarus dürfen wegen des Ukraine-Kriegs nun doch nicht an den morgen beginnenden Winter-Paralympics in Peking teilnehmen. Das IPC revidierte nach massiver Kritik seine gestrige Entscheidung.
Das russische Militär nutzt Belarus für Angriffe auf die Ukraine. Der belarusische Politikexperte Karbalewitsch erklärt, ob das Land zur direkten Kriegspartei werden könnte - und ob der Kreml es als Modellstaat sieht.
Chronologie
Interview
Frankreichs Präsident Macron will sich erneut ins höchste Staatsamt wählen lassen. Laut Umfragen hat er gute Chancen - obwohl seine Amtszeit auch von einigen Krisen geprägt war.
Bidens Umfragewerte sind schlecht wie nie, seine Reformagenda steckt fest, die Inflation bereitet Sorgen - schlechte Vorzeichen für seine erste Rede zur Lage der Nation. Doch der Ukraine-Krieg einte. Von K. Brand.
Das Oberste Gericht der USA hat das Todesurteil gegen den "Boston Bomber" Zarnajew wieder hergestellt. Zuvor hatte ein Berufungsgericht bemängelt, der Attentäter habe kein faires Verfahren bekommen.
Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in Pakistan sind mehr als 50 Menschen getötet worden, rund 200 wurden verletzt. Offenbar kämpften sich zwei bewaffnete Selbstmordattentäter den Weg in die Moschee frei, wo sie Bomben zündeten.
Der Krieg in der Ukraine war auch zentrales Thema beim Antrittsbesuch von Kanzler Scholz in Israel. Doch anders als Scholz tut sich Israels Premier Bennett schwer damit, klare Worte an den Kreml zu richten. Von Tim Aßmann.
Kanzler Scholz ist zum Antrittsbesuch in Israel. Wegen des Ukraine-Kriegs wird die Reise kürzer ausfallen als geplant. Der Konflikt wird sicher auch Thema der Gespräche mit Ministerpräsident Bennett sein. Von T. Aßmann.
Die Lage von palästinensischen Familien in Ostjerusalem, die von Räumungen bedroht sind, könnte sich entspannen. Laut einem Urteil dürfen die Bewohner vorerst bleiben - so lange bis die Eigentumsrechte geprüft sind. Von Benjamin Hammer.
Ab Donnerstag gilt kein Land mehr als Corona-Hochrisikogebiet, Deutschland streicht sie alle von der Liste. Damit wird die Einreise aus solchen Gebieten einfacher. Die 3G-Regel gilt aber weiter.
Interaktiv
Menschen mit Behinderung fühlen sich in China noch immer diskriminiert, besonders im öffentlichen Raum. Ein Fußballclub in Shanghai für Menschen mit Behinderung will das ändern. Eva Lamby-Schmitt hat ihn besucht.
Die 13. Winter-Paralympics sind in Peking offiziell eröffnet worden. IPC-Präsident Parsons hielt eine emotionale Eröffnungsrede im Zeichen von Frieden und Inklusion. 17 deutsche Athleten und fünf Sehbehinderten-Guides gehen an den Start.
Glaubwürdigkeit, Seriosität und Vielfalt: Dafür steht der Weltspiegel seit annähernd 60 Jahren. Jeden Sonntag um 18.30 Uhr berichten die ARD-Korrespondenten im Ersten über Themen aus aller Welt. weltspiegel
Das Europamagazin bietet Orientierung und aktuelle Information. Es macht politische Prozesse in der EU verständlich und gibt Einblicke in den Alltag der Europäer. Jeden Sonntag um 12.45 Uhr im Ersten. europamagazin
Die Korrespondentenwelt liefert Informationen über die Auslandsstudios und Berichtsgebiete der ARD. Die Korrespondenten des Hörfunks und des Fernsehens werden vorgestellt.
In der Nacht haben russische Truppen ukrainischen Angaben zufolge das AKW Saporischschja beschossen. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus, das mittlerweile offenbar gelöscht ist. Laut IAEA soll es keine erhöhten radioaktiven Werte geben.
Russland hat nach ukrainischen Angaben das größte Atomkraftwerk des Landes angegriffen. In Folge der Gefechte brach auf dem Gelände ein Brand aus. Radioaktive Strahlung soll aber nach ersten Informationen nicht ausgetreten sein.
Die Hafenstadt Mariupol ist von russischen Truppen eingeschlossen, es werden heftige Kämpfe gemeldet. Es fehle an Strom, Wasser und Lebensmitteln, sagt der stellvertretende Bürgermeister Orlow in den tagesthemen. Aber: Das Militär halte die Stadt. video
Die internationale Staatengemeinschaft will gegen Plastikvermüllung vorgehen. Vertreter aus aller Welt haben sich bei einer UN-Umweltkonferenz erstmals auf eine Strategie geeinigt. Ein entsprechendes Abkommen soll nun ausgehandelt werden.
Präsident Selenskyj hat den Angriff auf den Kiewer Fernsehturm in der Nähe der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar scharf verurteilt: Putin wolle die Ukraine und ihre Geschichte auslöschen. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe.
Schnelle Verhandlungserfolge unwahrscheinlich: Der ukrainische Präsident Selenskyj stellte klar, zunächst müssten die Bombardements aufhören. Und Präsident Putin wiederum bekräftigte seine Maximalforderungen.
Um die Impfkampagne gegen Covid-19 weltweit voranzubringen, macht Deutschland eine weitere Milliardenzusage. Noch immer ist der Großteil der Menschen in vielen ärmeren Ländern nicht geimpft.
Der Zugang zum Asowschen Meer gilt als strategisch wichtig: Russland hat die Ukraine jetzt laut eigenen Angaben davon abgeschnitten. In der Hauptstadt Kiew wurde der Fernsehturm offenbar bei einem russischen Angriff getroffen.
Die Türkei verweigert Kriegsschiffen die Durchfahrt durch den Bosporus und die Dardanellen. Die Regierung beruft sich dabei auf den Vertrag von Montreux. Derzeit warten mindestens vier russische Kriegsschiffe auf die Erlaubnis zur Durchfahrt.
Brände, Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse: Die Folgen der Erderwärmung sind deutlich zu sehen. Der Zeitraum, das Ruder noch herumzureißen, ist laut Weltklimarat begrenzt. Heute stellt er einen neuen Bericht vor.
Heftige Regenfälle haben die Überschwemmungen in Australien verschärft, die Zahl der Todesopfer ist auf acht gestiegen. In Lismore sitzen Menschen auf Dächern fest, Deiche sind gebrochen. Wer kann, soll die Stadt verlassen.
Der belarusische Präsident Lukaschenko kann bis 2035 regieren. Das ist das Ergebnis eines Referendums in dem autoritär regierten Staat. Mit der Verfassungsänderung ließ sich der 67-Jährige auch Straffreiheit zusichern.
Die UN-Resolution, die den Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilt, wurde im UN-Sicherheitsrat von Moskau blockiert. Heute berät die UN-Vollversammlung. Der Westen hofft auf eine Isolation Russlands.
Ein Teil der russischen Truppen dringt von Belarus aus in die Ukraine ein. Präsident Selenskyj lehnt es daher ab, dort - wie vom Kreml vorgeschlagen - Friedensgespräche zu führen. Grundsätzlich sei er aber dazu bereit.