Al-Jumhuriyah-Brücke, die den Tigris überspannt und zur hoch gesicherten Grünen Zone (Hintergrund L) im Herzen Bagdads führt. | Bildquelle: AFP

Angriff auf Grüne Zone Deeskalation - trotz neuer Raketen

Stand: 09.01.2020 07:39 Uhr

Im Regierungsviertel von Bagdad sind erneut Raketen eingeschlagen - rund 20 Kilometer östlich des Flughafens. Trotzdem sieht US-Vizepräsident Pence Zeichen der Deeskalation.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind in der hoch gesicherten Grünen Zone erneut Raketen eingeschlagen. Zwei Raketen des Typs Katjuscha seien dort am späten Mittwochabend niedergegangen, teilte das irakische Militär mit. Verletzte habe es nicht gegeben.

In dem betroffenen Viertel liegen unter anderem die Botschaften der USA und Großbritanniens sowie irakische Ministerien und das Parlament.

Von wem der neue Angriff auf die Grüne Zone ausging, ist noch unklar. Es war aber bereits der dritte Raketenangriff auf die Grüne Zone seit der Tötung des iranischen Generals Soleimani.

Politiker sehen Zeichen für Deeskalation

Trotz des jüngsten Angriffs sagte US-Vizepräsident Mike Pence, er habe "ermutigende" Geheimdienstinformationen zum Verhalten des Iran in dem Konflikt erhalten. Demnach schicke Teheran Botschaften an verbündete Milizen, wonach sie keine "amerikanischen Ziele oder Zivilisten" angreifen sollten, sagte Pence im Fernsehsender CBS.

Ähnlich äußerte sich Bundesaußenminister Heiko Maas im ARD-Morgenmagazin. Der Einschlag von Raketen in Bagdad sei nach seiner Einschätzung nicht dem Iran zuzuordnen. Vielmehr gebe es in der Region "viele unabhängige Gruppen". Auch das sei ein Zeichen für die Instabilität.

Vorerst Entspannung im Konflikt zwischen Iran und USA
tagesschau 20:00 Uhr, 09.01.2020, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Gesteigerter "Abschreckungsgrad"

US-Verteidigungsminister Mark Esper vertrat die Einschätzung, dass die USA durch die Tötung Soleimanis den  "Abschreckungsgrad" im Iran-Konflikt gesteigert hätten.

Der Generalstabschef der US-Armee, Mark Milley, sagte allerdings, nach seiner "persönlichen Einschätzung" habe der Iran mit den Angriffen auf die Militärbasen im westirakischen Ain al-Assad und im nordirakischen Erbil Menschen töten und "strukturelle Schäden" anrichten wollen. 

Demokraten wollen Trump schwächen

Die US-Demokraten wollen unterdessen mittels Beschneidung von Trumps militärischen Befugnissen eine weitere Eskalation im Iran-Konflikt verhindern.

Über eine entsprechende Resolution soll heute das von der Oppositionspartei kontrollierte Repräsentantenhaus abstimmen, wie die Vorsitzende der Kongresskammer, Nancy Pelosi, ankündigte.

Allerdings ist zu erwarten, dass die Resolution lediglich das Repräsentantenhaus passiert, aber nicht den Senat - dort dominieren Trumps Republikaner.

Unterstützung durch die NATO

Trump forderte am Mittwoch auch, dass die Partner in der NATO sich stärker im Nahen Osten engagieren sollten. Er bekam dafür die Unterstützung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

In einem Telefonat mit dem US-Präsidenten habe Stoltenberg zugestimmt, dass die NATO einen größeren Beitrag zur "regionalen Stabilität" und zum "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" leisten sollte, teilte die Allianz mit. 

Über dieses Thema berichtete das Morgenmagazin am 09. Januar 2020 um 07:08 Uhr.

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