Die Große-Belt-Brücke in Dänemark | Bildquelle: TIM K JENSEN/EPA-EFE/REX

Unwetter in Dänemark Tote bei Zugunglück auf Brücke

Stand: 02.01.2019 14:23 Uhr

Bei einem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt in Dänemark sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Zug wurde von einem Gegenstand getroffen. In der Region herrschte ein Unwetter.

Auf der Brücke über den Großen Belt (Storebaelt) in Dänemark sind bei einem Zugunglück sechs Menschen ums Leben gekommen, 16 wurden verletzt. Das bestätigte die Polizei. Alle Verletzten seien außer Lebensgefahr.

Der in Aarhus gestartete Zug war gegen 7.30 Uhr von einem Gegenstand getroffen worden und hatte hart bremsen müssen. Die Experten der Havariekommission, die das Unglück untersucht, vermuten, dass sich ein leerer Container eines Güterzuges losriss und den entgegenkommenden Personenzug traf. Auf Fotos aus dem Zuginneren sind zerstörte Fensterscheiben und heruntergestürzte Deckenverkleidungen zu sehen. An Bord des Zugs waren 131 Passagiere und drei Zugbegleiter.

Sechs Menschen sterben bei Zugunglück auf Brücke
tagesschau 16:00 Uhr, 02.01.2019, Christian Stichler, ARD Stockholm

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Bahn sichert Behörden Unterstützung zu

Der Güterzug der Bahn-Tochter DB Cargo hatte Lastwagen mit leeren Getränkekisten geladen. Er war auf dem Weg zu einer Brauerei in Fridericia. Fotos von der Unglücksstelle zeigten aufgerissene Planen und verrutschte Ladung auf den Lastwagen. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Brücke wegen des schweren Sturms für Lkw und Pkw gesperrt, nicht aber für Züge.

Ein Sprecher der Polizei auf Fünen sagte, er könne noch keine Einzelheiten zu dem Unglück nennen. Klar sei aber, dass der Passagierzug von Gegenständen getroffen worden sei, die vom Güterzug gefallen waren.

Die Deutsche Bahn sagte den Behörden vor Ort Unterstützung bei den Untersuchungen zu. "Wir sind sehr betroffen über das tragische Zugunglück", sagte ein Konzernsprecher. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen." Zur Unfallursache wollte sich die Bahn nicht äußern und verwies auf die zuständigen Behörden.

Zugunglück auf der Große-Belt-Brücke in Dänemark | Bildquelle: AFP
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Der beschädigte Frachtzug nach dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt in Dänemark.

Brücke gesperrt

Die Verbindung über den Großen Belt verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Sie ist insgesamt 18 Kilometer lang und besteht aus zwei Brücken und einem Tunnel. Die Bahnverbindung wurde 1997 eröffnet.

Die Brücke wurde zunächst wegen heftigen Windes für den Autoverkehr gesperrt. Fahrzeuge könnten die Brücke in beide Richtungen wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren, teilte die Polizei mit. Sie bat darum, keine Bilder vom Unglücksort zu machen. Für den Zugverkehr bleibt die Brücke noch mindestens bis Donnerstag gesperrt.

In weiten Teilen Skandinaviens hatte zuvor heftiger Wind zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Auch der Fährverkehr wurde durch den Sturm beeinträchtigt. In Schweden fiel der Strom in mehr als 100.000 Haushalten aus.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. Januar 2019 um 11:00 Uhr.

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