Yahoo-Schriftzug in der Schweiz | Bildquelle: REUTERS

Hackerangriffe auf Yahoo USA klagen russische Spione an

Stand: 16.03.2017 12:05 Uhr

Wegen der Hackerangriffe auf den Internetkonzern Yahoo will die US-Justiz zwei russische Geheimdienstmitarbeiter anklagen. Außerdem wird gegen zwei Hacker vorgegangen. Es geht um den Diebstahl von Daten aus 500 Millionen Accounts.

Das US-Justizministerium will wegen des massenhaften Datendiebstahls beim Internetkonzern Yahoo 2014 vier Personen anklagen. Zwei von ihnen seien Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Bei den anderen beiden handelt es sich nach Justizangaben um Hacker.

In der Anklage soll den FSB-Mitarbeitern zur Last gelegt werden, die Hacker angeheuert zu haben. Es wäre das erste Mal, dass die USA russische Beamte in einem solchen Fall vor Gericht stellen würden.

Die russische Regierung wies die Vorwürfe zurück. Der Inlandsgeheimdienst sei nicht an illegalen Cyber-Aktivitäten beteiligt, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Regierung habe bislang keine offiziellen Informationen zu den Vorwürfen erhalten und wisse davon nur aus Medienberichten. Russland habe aber wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass keine russischen Regierungseinrichtungen, einschließlich des FSB, an ungesetzmäßigen Aktivitäten im Internet beteiligt seien.

Wahrscheinlich bisher größter Datendiebstahl

Der Cyber-Diebstahl hatte für großes Aufsehen gesorgt, weil er wahrscheinlich der bisher größte weltweit war. Yahoo waren damals die Daten aus 500 Millionen Accounts gestohlen worden. Dabei wurden vermutlich Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und eventuell auch Passwörter entwendet.

Laut US-Justizministerium zielten die Angriffe auf Regierungsmitarbeiter, Beschäftigte von Privatunternehmen und Journalisten ab.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. März 2017 um 17:45 Uhr in den Nachrichten.

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