Firmenschild von Yahoo | Bildquelle: AP

Hacker-Attacke 2013 Angriff auf eine Milliarde Yahoo-Konten

Stand: 15.12.2016 08:40 Uhr

Es wäre der bislang größte Datendiebstahl überhaupt: Unbekannte haben im August 2013 mehr als eine Milliarde Konten des Anbieters Yahoo gehackt und persönliche Daten gestohlen. Konto- und Kreditkartendaten sollen laut Yahoo nicht betroffen sein.

Mehr als eine Milliarde Nutzer des US-Internetanbieters Yahoo sind nach Angaben des Unternehmens Opfer eines bislang unbekannten Hackerangriffs im Jahr 2013 geworden. Die Hacker hätten wahrscheinlich im August 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Konten gestohlen, erklärte Yahoo. Die Cyberattacke sei von einer "nicht autorisierten dritten Partei" geführt worden.

Bei dem Hackerangriff im August 2013 seien womöglich Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Informationen zu Geburtstagen und Sicherheitsfragen zur Feststellung der User-Identität erbeutet worden. Auch Passwörter könnten geklaut worden sein. In dem offenbar betroffenen System seien aber keine Konto- oder Kreditkarten gespeichert gewesen. Experten zeigten sich alarmiert und sprachen vom größten Datenleck überhaupt.

Zwei unterschiedliche Datenlecks?

Yahoo erklärte, man gehe davon aus, dass es sich bei der Attacke um einen anderen Vorfall als den Hackerangriff von 2014 handele, bei dem rund 500 Millionen Konten betroffen waren. Diesen Cyberangriff hatte Yahoo im September bekannt gemacht. Für diese Attacke machte Yahoo einen Hacker mit Verbindungen zu einer Regierung im Ausland verantwortlich. Den Urheber der Hackerattacke von 2013 habe man noch nicht identifiziert, hieß es.

Yahoo hat pro Monat mehr als eine Milliarde aktive Nutzer, einige nutzen jedoch mehrere Accounts. Das Unternehmen wies Nutzer an, ihre Passwörter zu ändern und ihre Sicherheitsfragen ungültig zu machen, um unerlaubte Zugriffe auf E-Mail-Konten zu verhindern.

Der neuerliche umfangreiche Diebstahl von Kundendaten könnte die geplante Übernahme Yahoos durch den Telekommunikationskonzern Verizon gefährden. Verizon erklärte, erst müssten die Auswirkungen des neuen Vorfalls geprüft werden, bevor "Schlussfolgerungen" gezogen würden.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 14. Dezember 2016 um 00:15 Uhr.

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