Kim Jong Un und Xi Jinping | Bildquelle: AP

Treffen mit Kim Xi zu Gesprächen in Nordkorea eingetroffen

Stand: 20.06.2019 12:41 Uhr

Chinas Präsident Xi ist zu Gesprächen in Nordkorea eingetroffen. Dabei soll es vor allem um das Atomprogramm Pjöngjangs gehen. Der Besuch weckt Hoffnungen, dass wieder Bewegung in die festgefahrenen Gespräche kommt.

Erstmals seit 14 Jahren besucht ein chinesischer Präsident wieder Nordkorea. Präsident Xi Jinping ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Pjöngjang eingetroffen, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Demnach empfing Machthaber Kim Jong Un seinen Gast bereits am Flughafen. In der Hauptstadt Pjöngjang begrüßten Hunderttausende Menschen mit Fahnen und Blumen die chinesische Delegation. "Lang lebe die Freundschaft zwischen China und der Demokratischen Volksrepublik Korea", sangen die Menschen laut Xinhua.

Chinas Präsident Xi besucht erstmals seit 14 Jahren Nordkoreas Machthaber Kim
tagesschau 12:00 Uhr, 20.06.2019, Michael Storfner, ARD Peking

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Der Besuch weckt in der Region auch die Hoffnung, Xi könnte Nordkoreas Machthaber Kim zur Wiederaufnahme der derzeit festgefahrenen Verhandlungen mit den USA über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm überreden.

Es ist die erste Visite Xis in das abgeschottete Nachbarland, nachdem Kim bereits viermal China besucht hatte. Beide Länder feiern in diesem Jahr den 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Derzeit bemühen sich die USA und Südkorea darum, die Führung in Pjöngjang zu den Atomgesprächen zurückzubringen.

Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump war Ende Februar in Vietnam gescheitert. Beide Seiten konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen. China ist der engste Verbündete Pjöngjangs und ein wichtiger Akteur bei den Bemühungen um eine Lösung des Atomstreits.

Zwei Männer sitzen in Pjöngjang am Straßenrand und halten Fähnchen mit der chinesischen sowie die nordkoreanischen Flagge in den Händen. | Bildquelle: AFP
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Chinas Präsident Xi ist der erste chinesische Präsident seit 14 Jahren, der nach Nordkorea gereist ist.

Vorläufer für weiteren Kim-Trump-Gipfel

Kommentatoren in Südkorea vermuten, dass sich Kim mit der chinesischen Führung auch über seine Strategie in dem Konflikt abstimmen und Rückendeckung für die Verhandlungen mit den USA bekommen wolle. Nordkorea fordert unter anderem eine Lockerung der internationalen Sanktionen, die auf UN-Ebene auch von Peking unterstützt werden.

Die Reise des chinesischen Staatschefs nach Nordkorea erfolgt kurz vor dem G20-Gipfel in Japan Ende des Monats. Dort wollen Xi und Trump auch zusammenkommen, um über den Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften zu reden. Es wird erwartet, dass auch Nordkorea ein Thema sein wird.

Kim präsentiert sich als respektierter Politiker

Der Staatsbesuch zeigt erneut den geänderten Status des nordkoreanischen Machthabers auf der weltpolitischen Bühne. Kim hatte sich außer mit Xi seit dem vergangenen Jahr unter anderen auch mit dem Präsidenten der USA und mit dem Präsidenten Russlands getroffen. Insbesondere das erste der beiden Gipfeltreffen mit Trump im Juni 2018 wurde als diplomatischer Sieg Kims gewertet, weil er dabei auf Augenhöhe mit dem amerikanischen Präsidenten verhandelte.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (l.) und US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AP
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Kommt es bald zu einem dritten Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump?

Derzeit gibt es Spekulationen in Südkorea, dass Kim und Trump bald wieder zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen könnten. Trump hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, er habe einen weiteren "schönen Brief" von Kim erhalten. Auf die Frage nach einem möglichen weiteren persönlichen Treffen mit Kim sagte er, es könnte dazu kommen. Konkreter wurde er nicht. Trump wird nach dem G20-Gipfel nach Südkorea weiterreisen.

Chinas Präsident reist zum ersten Mal nach Nordkorea
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
20.06.2019 06:31 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 20. Juni 2019 um 06:42 Uhr.

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