Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze | Bildquelle: dpa

Dänischer Grenzzaun fertig Gegen Wildschweine abgeschottet

Stand: 02.12.2019 12:36 Uhr

Deutsche Wildschweine unerwünscht: Aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest hat Dänemark einen Zaun entlang der deutschen Grenze gebaut. Doch Experten bezweifeln, dass sich die Seuche so aufhalten lässt.

Der umstrittene dänische Wildschweinzaun entlang der Grenze zu Deutschland ist fertig. Nach zehn Monaten Bauzeit befestigten Bauarbeiter das letzte Zaunteil nahe dem Grenzübergang Sofiedal knapp 20 Kilometer nordwestlich von Flensburg. Damit ist das dänische Bauprojekt, das auf einer Länge von knapp 70 Kilometern von der Ost- bis zur Nordsee verläuft, offiziell abgeschlossen.

Seit Ende Januar hatten die Dänen an dem Wildschweinzaun gebaut. Und der Bau wurde günstiger als veranschlagt: Nur sechs statt zehn Millionen Euro habe der Grenzzaun gekostet, teilte die dänische Naturverwaltung mit. Nach Angaben der Behörde verfügt der 1,5 Meter hohe Zaun über 20 permanente Öffnungen für Grenzübergänge und größere Wasserläufe. Dort sollen die Wildschweine zum Beispiel durch Gerüche vom Überqueren der Grenze abgehalten werden. Für Wanderer und Spaziergänger gibt es zudem Tore und kleine Überquerungstreppen entlang des Zauns.

Angst vor Seuche

Der Wildschweinzaun ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Dänemark seine wichtige und gewinnbringende Schweinezucht vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schützen will. Die Sorgen sind nicht ganz unberechtigt: In einer polnischen Region nahe der deutschen Grenze wurde der Erreger kürzlich bei toten Wildschweinen nachgewiesen. Mittlerweile gibt es dort etwa zwei Dutzend ASP-Fälle - in Deutschland allerdings bisher noch keinen.

Wildschweinrudel | Bildquelle: dpa
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Aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest dürfen Wildschweine nicht nach Dänemark.

Ein Fund der Schweinepest auf dänischem Boden würde einen sofortigen Exportstopp für dänische Schweineprodukte in Nicht-EU-Länder bedeuten - und die Ausfuhren haben einen Wert von rund elf Milliarden dänischen Kronen (rund 1,5 Milliarden Euro) pro Jahr. Das Virus stellt nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes für Menschen und andere Tiere keine Gefahr dar. Für die meisten Schweine ist der Krankheitsverlauf aber tödlich.

Effekt des Zauns wird bezweifelt

Viele Menschen in der eng verbundenen deutsch-dänischen Region halten den Zaun aber vor allem für ein Ärgernis und ein Symbol der Abschottung. Außerdem wird der Effekt des Zauns von Experten infrage gestellt: Sie halten vor allem die Übertragung durch das Zutun des Menschen für das Hauptproblem im Kampf gegen die ASP. Über weggeworfene Brote mit Wurst aus dem Fleisch infizierter Tiere sowie den Schlamm in Radkästen von Autos oder in Schuhprofilen kann das Virus in zuvor nicht betroffene Gegenden eingeschleppt werden.

Dänemark baut Wildschweinzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest
nachtmagazin 00:30 Uhr, 03.12.2019, Frank Goldenstein, NDR

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Über dieses Thema berichtete am 02. Dezember 2019 NDR Info um 13:00 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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