Verbrannte Häuser, Autos und Bäume stehen in der südfranzösischen Gemeinde Saint-Gilles, die von einem Flächenbrand heimgesucht wurde. | Bildquelle: AFP

Frankreich und Spanien Brände zerstören Land und Häuser

Stand: 29.06.2019 22:33 Uhr

Feuerwehrleute in Frankreich und Spanien kämpfen gegen zahlreiche Wald- und Flächenbrände, die auch bewohnte Orte treffen. Mehrere Menschen kamen in Folge der Hitzewelle ums Leben.

Flächenbrände haben im Süden Frankreichs mehrere Häuser und Hunderte Hektar Land zerstört. Die Feuersbrunst fällt mit extrem hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen in der Region zusammen. Im Département Gard war mit 45,9 Grad am Freitag ein neuer französischer Temperaturrekord gemessen worden.

Die Flammen beschädigten mehrere Gebäude. Insgesamt seien mehr als 550 Hektar Land verbrannt, berichtete der Radiosender France Bleu. 15 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei hätten bei Einsätzen einen Hitzschlag erlitten.

In einer andere Region verbrannten bei einem Feuer zwischen den Orten Garons und Saint Gilles rund 250 Hektar Land, so France Bleu. Rund 700 Feuerwehrleute waren demnach im Einsatz. Noch immer sind dem Bericht zufolge nicht alle Flächenbrände gelöscht.

Verbrannte Häuser, Autos und Bäume stehen in der südfranzösischen Gemeinde Saint-Gilles, die von einem Flächenbrand heimgesucht wurde. | Bildquelle: AFP
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Verbrannte Häuser, Autos und Bäume im südfranzösischen Département Gard.

Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Die Feuerwehr ist entsprechend im Dauereinsatz. 15 Feuerwehrleute und sechs Gendarmen hätten bei ihren Einsätzen einen Hitzeschlag erlitten, berichtet der Radiosender.

In der Gemeinde Quissac wurde Medien zufolge ein Mann festgenommen, der mehrere kleine Brände gelegt haben soll. Der mutmaßliche Brandstifter sei den Behörden wegen ähnlicher Taten bereits bekannt gewesen, berichtete der Fernsehsender Franceinfo. Der Mann wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Durch die Hitzewelle starben in Frankreich mehrere Menschen. Bereits am Donnerstag hatten zwei Menschen im ostfranzösischen Cernay Schwächeanfälle erlitten. Einen weiteren Todesfall meldeten die Behörden im südfranzösischen Département Vaucluse. Dort kam ein Radfahrer ums Leben. Er habe während einer Tour in den Bergen über Unwohlsein geklagt und sei später im Krankenhaus gestorben, teilte die Präfektur mit.

Verbrannte Bäume in der Nähe der südfranzösischen Gemeinde Saint-Gilles, die von einem Flächenbrand heimgesucht wurde. | Bildquelle: AFP
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Verbrannte Bäume in der Nähe der südfranzösischen Gemeinde Saint-Gilles im Département Gard.

Karte: Frankreich, Department Gard, Saint-Gilles
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Karte zur Lage des betroffenen Département Gard.

Flächenbrand nahe Madrid

Auch in Spanien kämpfen die Feuerwehrleute an mehreren neuen Orten gegen Flächenbrände. In der zentralspanischen Stadt Almorox brach am Abend ein Feuer aus, das mindestens 1600 Hektar Land zerstörte und sich dem Großraum Madrid näherte, wie die zuständigen Behörden berichten.

Ein weiterer Brandherd wütete etwa 60 Kilometer entfernt in der Nähe von Toledo. Löschflugzeuge unterstützen die Feuerwehrleute, die inmitten von Sturmböen gegen die Flammen kämpften. Mehr als 20 Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden.

Spanische Feuerwehrleute stehen auf verbranntem Gelände in der Provinz Toledo - unweit der Haupstadt Madrid. | Bildquelle: Angeles Visdomine/EPA-EFE/REX
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Spanische Feuerwehrleute stehen auf verbranntem Gelände in der Provinz Toledo - unweit der Haupstadt Madrid.

Brand in Katalonien unter Kontrolle

In Katalonien im Nordosten Spaniens gelang es derweil, einen Waldbrand nach mehreren Tagen Einsatz weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Die dortigen Rettungskräfte gaben aber noch keine Entwarnung, da von einem kleineren Brandherd noch Gefahr ausgehe. Die spanischen Behörden erklärten weiter, die Gefahr von Bränden sei nach wie vor akut, da die extremen Wetterbedingungen andauerten.

Seit Tagen leiden weite Teile Spaniens unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius. Im Nordosten des Landes gilt die höchste Hitze-Warnstufe. 34 der insgesamt 50 Provinzen warnen vor Waldbränden. Auch in Spanien kamen in Folge der Hitzewelle bereits zwei Menschen ums Leben.

Karte: Spanien mit Toledo und Almorox
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Karte zur Lage der betroffenen Provinz Toledo.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juni 2019 um 03:00 Uhr und 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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