Schornstein

Jährliche Ressourcen aufgebraucht Für 2016 war's das

Stand: 08.08.2016 10:50 Uhr

Von heute an lebt die Menschheit auf Pump: Wissenschaftler errechnen jedes Jahr, wann die jährlich neu produzierten Ressourcen der Natur aufgebraucht sind. An der Methode zur Berechnung des sogenannten Weltüberlastungstages gibt es aber auch Kritik.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Es ist ein alljährliches Ritual. Und jedes Mal liegt der Weltüberlastungstag ein paar Tage früher. Im vergangenen Jahr war es noch der 13. August. Das heißt, nach gut sieben Monaten haben wir bereits soviel Ressourcen verbraucht, wie die Erde in zwölf Monaten, also einem ganzen Jahr, reproduziert.

Denn die Menschheit wächst und unser Verbrauch von Brennstoffen, Nahrungsmitteln, aber auch Wasser steigt. Dieser Verbrauch lässt sich messen - mit einem ökologischen Fußabdruck.

Erdüberlastungstag - Ab heute alle Ressourcen für dieses Jahr verbraucht
tagesschau 12:00 Uhr, 08.08.2016, Kristin Joachim, ARD Berlin

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"Wir leben von der Substanz"

"Es baut darauf auf, dass alle unsere Aktivitäten Land brauchen: Für unser Essen, für Milch, das Getreide, die Kartoffeln, unser Holz, um CO2 aufzunehmen", sagt Mathis Wackernagel. "So können wir zusammenrechnen: Wie viel Fläche braucht es für meinen ganzen Naturbedarf? Diese Zahl kann ich dann vergleichen mit der gesamten vorhandenen Fläche in der Welt."

Wackernagel ist Präsident des Global Footprint Networks - einer internationalen Forschungsgruppe mit Sitz im kalifornischen Oakland nahe San Francisco. Er und seine Wissenschaftskollegen berechnen den aktuellen Stichtag. Ab dem heutigen Tag, so sagt Wackernagel, leben wir quasi auf Kredit. "Der Konsum der Menschheit wächst immer noch. Nicht mehr so schnell, wie vor zehn, zwanzig Jahren, aber in einigen Teilen der Welt schon. Zum Beispiel China hat den Ressourcen-Verbrauch pro Kopf beziehungsweise den ökologischen Fußabdruck in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. Wir leben von der Substanz."

Stau auf der Autobahn | Bildquelle: dpa
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Die Produktion eines Autos verschlingt viel Energie und Rohstoffe. Ebenso der Betrieb des Wagens. Unsere auf Mobilität ausgerichtete Gesellschaft ist einer der großen Ressourcenfresser.

Mittlerweile müsste es rund 1,6 Erden geben, um all unsere Bedürfnisse zu decken. Vor allem die Industrienationen kommen im Urteil der Wissenschaftler schlecht weg. Ein Land wie Deutschland verbraucht zum Beispiel deutlich mehr als viele Entwicklungsländer - hierzulande liegt der Überlastungstag bereits im April.

"Dank der Energiewende ist der ökologische Fußabdruck in Deutschland kleiner geworden in den vergangenen Jahren", sagt Wackernagel. "Aber trotzdem: Bei dem heutigen Verbrauch, also wenn alle weltweit so lebten wie die Deutschen, bräuchte es 3,1 Erden."

Kritiker bemängeln die Berechnungen

1987 gab es den Weltüberlastungstag zum ersten Mal - damals noch am 19. Dezember. Die Rechenmethode ist nicht unumstritten. Hauptkritikpunkt: Das Ergebnis schwanke zu stark, und sei damit ungenau. Ein weiterer Vorwurf lautet: Es werde mit Daten gearbeitet, deren Herkunft nicht bekannt sei, weil sie zum Beispiel nicht von den Vereinten Nationen stammten.

Startendes Flugzeug bei Sonnenuntergang | Bildquelle: dpa
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Mit dem Flieger einfach nur für ein Wochenende verreisen - und das oft zum Preis billiger als ein Bahnticket. Die wirklichen Kosten für die Umwelt spiegelt das nicht wider.

Natürlich geht es bei dem heutigen Tag auch um Symbolik. Wackernagel und seine Kollegen wollen, dass sich die Menschen über die Endlichkeit natürlicher Rohstoffe klar werden und gegensteuern. Jeder kann zu Hause im Kleinen anfangen: Zum Beispiel saisonales Obst und Gemüse aus der näheren Umgebung kaufen oder weniger Fleisch oder tierische Produkte essen.

Eine Hypothek für kommende Generationen

Wackernagel sagt, die Gesellschaft müsse sich fragen: "Wollen wir in Dinge investieren, die von großem Ressourcen-Konsum abhängen, wie zum Beispiel Flughäfen oder Kohlekraftwerke? Oder denken wir, dass diese Investitionen an Wert verfallen und wir dann damit Geld verlieren?" Ebenso müsse jeder sich fragen: Wie wollen wir leben? "Wollen wir in einem Haus leben, das energieeffizient ist und wenig Autoverkehr braucht, so dass wir uns ein wenig gegen die Ressourcen-Knappheit absichern können? Oder ist uns das Wurst und wir exponieren uns dann mehr, wenn die knappen Ressourcen sich auch ökonomisch auswirken?"

Jochen Flasbarth, Staatssekretär Umweltministerium, zum Erdüberlastungstag
Morgenmagazin, 08.08.2016

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Earth Overshoot Day - Weltüberlastungstag
M. Schuler, BR
08.08.2016 08:55 Uhr

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