Bei einer Zeremonie im Weißen Haus kündigte Trump die Einrichtung eines Weltraumkommandos an.  | Bildquelle: REUTERS

Weltraumkommando USA wollen "Vorherrschaft" im All sichern

Stand: 30.08.2019 07:29 Uhr

US-Präsident Trump will die Dominanz der USA im Weltraum sicherstellen. Dafür soll ein neues Führungskommando der Armee sorgen. Trump kündigte außerdem für 2020 eine eigenständige Weltraumeinheit des Militärs an.

US-Präsident Donald Trump hat im Pentagon ein neues Militärkommando für den Weltraum eingerichtet. Bei einer Zeremonie im Weißen Haus sagte er, "SpaceCom stellt sicher, dass die Dominanz Amerikas im Weltraum nie bedroht wird". Der Schritt unterstreiche die Bedeutung des Weltalls für Amerikas nationale Sicherheit.

"Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im Weltraum zu haben", sagte Trump. "Wir müssen amerikanische Vorherrschaft im Weltall haben." Die Feinde der USA könnten in der Umlaufbahn der Erde mit neuer Technologie Satelliten angreifen, die "entscheidend sind für unsere Einsätze auf dem Schlachtfeld und für unser Leben zu Hause", warnte Trump.

Einsätze im Weltraum erlaubten es den USA zudem, auf ihr Staatsgebiet abgefeuerte Raketen zu erkennen und zu zerstören, sagte er. Das neue Kommando ist dem Luftwaffengeneral John Raymond unterstellt. Es soll unter anderem Satelliten vor feindlichen Angriffen schützen.

Eigenständige Weltraumeinheit geplant

Trump kündigte außerdem erneut an, einen eigenständigen Arm des Militärs einrichten zu wollen. Die "United States Space Force" wäre eine sechste US-Teilstreitkraft neben Heer, Marine, Luftwaffe, Marineinfanteriekorps und Küstenwache. Laut Pentagon soll dazu unter anderem eine Weltraum-Entwicklungsorganisation gehören. Auch die Gründung einer Experteneinheit ist geplant, die zu "Weltraum-Kriegsführungsprofis" ausgebildet werden sollen.

Zur Finanzierung der "Space Force" gibt es US-Medienberichten zufolge aber noch keine Einigung mit dem Kongress. Schon im Februar hatte Trump ein entsprechendes Dekret unterzeichnet. Die Idee war bisher allerdings beim Verteidigungsministerium und im Parlament auf wenig Begeisterung gestoßen.

Befürworter sehen in der Weltraumarmee einen effizienten Schritt, das Weltall besser für militärische Zwecke zu nutzen - vor allem in Konkurrenz zu China und Russland. Kritiker halten die Pläne für überflüssig und zu teuer.

Zurück auf den Mond

Schon 2017 kündigte Trump an, Astronauten wieder zum Mond und später auch zum Mars schicken zu wollen. Die Raumfahrtbehörde NASA arbeitet an Plänen, einen Außenposten auf dem Mond einzurichten. Seit dem Ende ihres Shuttleprogramms 2011 setzt die Behörde vor allem auf Privatfirmen, um Fracht zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren. Trump will die ISS privatisieren, um mehr Geld für andere NASA-Projekte wie die Rückkehr zum Mond zu haben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. August 2019 um 07:00 Uhr.

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