Eine Frau sitzt mit ihrem Kind auf dem Boden | Bildquelle: AP

Hunger in der Welt Keine Entwarnung, aber Hoffnung

Stand: 11.10.2018 12:08 Uhr

Der Kampf gegen den Hunger kommt nur langsam voran. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Welthunger-Index. Allerdings gibt es auch nachhaltige Erfolge.

Der weltweite Kampf gegen Hunger kommt voran, doch nach Einschätzung der Welthungerhilfe geht es nicht schnell genug. Insgesamt habe sich die Situation zwar weiter gebessert, heißt es in dem jährlichen Welthunger-Index, die die Organisation mit herausgibt. In Südasien und in Afrika südlich der Sahara bleibe die Lage allerdings "ernst". In beiden Regionen blieben die Werte für Unterernährung, Wachstumsverzögerungen bei Kindern, Auszehrung bei Kindern und Kindersterblichkeit unannehmbar hoch, heißt es.

Welthunger-Index 2018: Zahl der Hungernden steigt wieder
tagesschau 14:00 Uhr, 11.10.2018, Viktoria Kleber, RBB

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Auch gute Nachrichten

Allerdings gibt es auch positive Nachrichten in dem Bericht: Angola, Ruanda, Äthiopien und Myanmar bescheinigt der Bericht eine Verbesserung des Indexwertes um mehr als 45 Prozent.

Auch in Gabun, Ghana, Mauritius, Senegal, Südafrika oder Sri Lanka entspannt sich die Lage. Und insgesamt ist der Welthunger-Index seit dem Jahr 2000 von 29,2 auf aktuell 20,9 gesunken.

Vertriebene Muslime in der Stadt Bangassou im Südosten des Landes | Bildquelle: AFP
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Flüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik im Jahr 2017: Die Situation wird als "gravierend" bewertet.

Eine Frau hält am Standort einer Essensausgabe im Südsudan ihre Tochter im Arm. | Bildquelle: dpa
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Hunger im Südsudan: Vor allem die Situation in afrikanischen Ländern ist problematisch.

"Gravierende" Situation in Zentralafrikanischer Republik

Als "gravierend" wird die Hungersituation in einem Land eingestuft - der Zentralafrikanischen Republik. Dort war 2012 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden.

In 16 Ländern mit einer ernsten Ernährungslage gibt es keine Verbesserungen oder sogar Rückschritte. Die fünf letzten Plätze des diesjährigen Rankings belegen neben der Zentralafrikanischen Republik mit dem Tschad, Madagaskar und Sambia drei weitere Länder in Afrika. Der vom Krieg gezeichnete Jemen ist der einzige nicht-afrikanische Staat unter den Schlusslichtern.

Bleibe das Tempo der bisherigen Entwicklung gleich, werde es 50 Ländern nicht gelingen, den Hunger bis 2030 zu besiegen, befürchtet die Welthungerhilfe. Dabei würden dies die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen vorsehen.

Welthunger-Index

Den Welthunger-Index ermitteln Experten vom International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington. Seit 2006 wird der Index jährlich vom IFPRI, der Welthungerhilfe mit Sitz in Bonn sowie der irischen Organisation Concern Worldwide veröffentlicht. Die Vereinten Nationen stellen die Basis für das Datenmaterial.

Der aktuelle Index erfasst 119 Staaten. Einige einkommensstarke Länder wie Deutschland blieben außen vor, eine unzureichende Datenlage gab es unter anderem in Krisenregionen wie dem Kongo, Burundi, Südsudan oder Syrien. Diese Staaten fanden daher ebenfalls keine Aufnahme in die Rangliste.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Oktober 2018 um 12:00 Uhr.

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