Babies auf der Neugeborenenstation | Bildquelle: picture alliance / Chen Bin/Imag

Anstieg um 83 Millionen Weltbevölkerung wächst auf 7,6 Milliarden

Stand: 21.12.2018 13:12 Uhr

7,6 Milliarden Menschen werden Anfang 2019 auf der Erde leben - das schätzt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. Das wären rund 83 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Besonders hoch ist der Zuwachs in Afrika.

Zum Jahreswechsel werden nach Schätzungen der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) etwa 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Das seien rund 83 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor und damit etwa so viele Menschen, wie derzeit in Deutschland lebten, erklärte die Stiftung in Hannover.

Starke Zunahme in Afrika

Besonders stark wachse die Bevölkerung in Afrika. Auf dem afrikanischen Kontinent werde sich die Bevölkerung nach UN-Berechnungen von derzeit 1,3 Milliarden Menschen auf voraussichtlich 2,5 Milliarden Menschen im Jahr 2050 annähernd verdoppeln. Bis 2100 werde die Bevölkerung Afrikas voraussichtlich um weitere zwei Milliarden auf rund 4,5 Milliarden Menschen wachsen.

Hohe Zahl ungewollter Geburten

"Eine Hauptursache des Bevölkerungswachstums in Afrika südlich der Sahara ist die hohe Zahl ungewollter Geburten", sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Denn dort könne jede zweite Frau nicht verhüten, obwohl sie das möchte. Das habe zur Folge, dass Frauen dort im Durchschnitt ein Kind mehr bekommen, als sie sich wünschten.

Gründe seien mangelnde Aufklärung, Verhütung sowie keine gute Gesundheitsversorgung und eine fehlende Gleichberechtigung der Frauen.

Die international tätige Deutsche Stiftung Weltbevölkerung setzt sich nach eigenen Angaben mit Projekten in Afrika dafür ein, dass junge Menschen Zugang zu Aufklärung und Verhütungsmitteln bekommen. Sie fordert ein Menschenrecht auf Familienplanung und will so zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beitragen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 21. Dezember 2018 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.

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