Papst Franziskus winkt nach dem Angelus-Gebet | Bildquelle: AFP

Botschaften der Kirchen Für mehr Vergebung und Zusammenhalt

Stand: 26.12.2018 14:13 Uhr

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der Papst das Angelus-Gebet auf dem Petersplatz gesprochen. Er ermunterte die Gläubigen zur Vergebung. Die Kirchen in Deutschland riefen zum Zusammenhalt auf.

Papst Franziskus hat die Gläubigen am zweiten Weihnachtstag ermuntert, zu vergeben. Das sei nicht leicht, sagte der Pontifex beim Angelus-Gebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. "Die Vergebung (...) erzeugt Gemeinschaft, stiftet Unbeschwertheit und Frieden." Das Oberhaupt der katholischen Kirche nutzte die Gelegenheit, um sich für zahlreiche Grußbotschaften zu Weihnachten aus Rom und aus anderen Teilen der Welt zu bedanken und entschuldigte sich gleichzeitig: "Ich schaffe es nicht, jedem zu antworten."

Mehr Zusammenhalt, mehr Menschlichkeit

Die Kirchen in Deutschland nutzten die Weihnachtsfeiertage um zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu mehr Menschlichkeit aufzurufen. Die Weihnachtsbotschaft setze dem Nationalismus, der Menschenfeindlichkeit und dem Aufhetzen der Menschen untereinander ein Ende, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am ersten Weihnachtstag in einer Predigt in München.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm | Bildquelle: dpa
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Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm rief zu mehr Menschlichkeit auf.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, rief dazu auf, Gräben zwischen Menschen und Religionen zu überwinden. Mit Blick auf die Weihnachtsbotschaft sei weder eine "fundamentalistische Religion" möglich, noch könne der Glaube auf ein "Traditionschristentum" reduziert werden, betonte der Münchner Erzbischof.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Dezember 2018 um 14:00 Uhr.

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