Otto Warmbier Nordkorea | Bildquelle: REUTERS

Tod des US-Studenten Warmbier Nordkorea soll 500 Millionen Dollar zahlen

Stand: 24.12.2018 21:37 Uhr

Der US-Student Warmbier war 2017 nach seiner Rückkehr aus nordkoreanischer Haft gestorben. Seine Eltern verklagten Pjöngjang. Nun hat ein US-Gericht entschieden, Nordkorea solle Schadensersatz zahlen.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

500 Millionen Dollar - so viel Schadensersatz soll Nordkorea an die Eltern des verstorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier bezahlen. Der Richter eines Bundesgerichts in Washington fand scharfe Worte in seiner Urteilsbegründung: Nordkorea sei dafür verantwortlich, dass der junge Mann als Geisel genommen, gefoltert und getötet wurde. Ebenso für das Leid, das dessen Eltern erfahren hätten.

Zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt

Warmbier war Ende 2015 mit einer Reisegruppe nach Nordkorea gefahren. Bei der Ausreise wurde er festgenommen, weil er angeblich ein Propagandabanner stehlen wollte. Warmbier wurde zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, alle amerikanischen Versuche ihn frei zu bekommen, scheiterten.

15 Monate später, 2017, wurde der Student mit schweren Hirnverletzungen und im Wachkoma von Nordkorea an die USA übergeben. Er starb wenige Tage darauf. Angeblich war er bereits kurz nach seiner Verhaftung wegen einer Lebensmittelvergiftung und eines falschen Schlafmittels ins Koma gefallen.

Der Anwalt der Eltern von Otto Warmbier hatte eine Milliarde Dollar Schadensersatz gefordert. Damit solle ein starkes Zeichen gesetzt werden, dass man nicht einfach amerikanische Staatsbürger als Geiseln nehmen könne.

500 Millionen Dollar Schadensersatz für Tod von Warmbier gefordert
Arthur Landwehr, ARD Washington
24.12.2018 21:04 Uhr

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Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 24. Dezember 2018 um 23:13. Am 25. Dezember 2018 berichtete Inforadio um 08:12 Uhr.

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