Meldung auf einem durch die Ransomware WannaCry verschlüsselten Rechner | Bildquelle: AP

"WannaCry"-Hackerangriff USA machen Nordkorea verantwortlich

Stand: 19.12.2017 03:33 Uhr

Schon kurz nach dem weltweiten "WannaCry"-Hackerangriff hatten IT-Experten Nordkorea im Visier. Jetzt geht offenbar auch die US-Regierung davon aus. Trumps Sicherheitsberater spricht von einer "direkten Verantwortung" Nordkoreas.

Die US-Regierung hält Nordkorea für den Drahtzieher des weltweiten Hackerangriffs mit der Erpressersoftware "WannaCry". "Es war ein weit angelegter Angriff, der Milliarden gekostet haben, und Nordkorea ist direkt verantwortlich", schreibt Tom Bossert, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, im "Wall Street Journal".

Jeder, der die USA gefährde, werde zur Verantwortung gezogen. Details nannte Bossert nicht. Nach Angaben aus Regierungskreisen wird sich das Weiße Haus im Laufe des Tages offiziell äußern.

Nordkorea weist Vorwürfe zurück

IT-Sicherheitsexperten hatten bald nach der Attacke im Mai darauf verwiesen, dass der Code des Schadsoftware zur Gruppe Lazarus führe, hinter der Nordkorea vermutet wird. Lazarus wird für eine Reihe von Cyberangriffen verantwortlich gemacht, darunter den auf Sony Pictures im Jahr 2014 und im vergangenen Jahr auf die Zentralbank von Bangladesch. Bei dem spektakulären Raub wurden 81 Millionen Dollar erbeutet. Nordkorea weist die Vorwürfe zurück.

Das Schadprogramm "WannaCry" hatte Hunderttausende Rechner in den meisten Ländern der Erde befallen. Nutzer wurden aufgefordert, Geld mit Hilfe der elektronischen Währung Bitcoin zu überweisen. Andernfalls würden Daten des PC dauerhaft verschlüsselt bleiben. Ein britischer IT-Forscher hatte die globalen Angriffe durch einen glücklichen Zufall gestoppt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Dezember 2017 um 08:00 Uhr.

Darstellung: