Löscharbeiten in Kalifornien | Bildquelle: AFP

Waldbrände in Kalifornien "Die neue Abnormalität"

Stand: 12.11.2018 07:26 Uhr

Mindestens 31 Tote, Hunderte Vermisste, Tausende Häuser zerstört: Die Wäldbrände in Kalifornien haben eine historische Dimension erreicht. Der Gouverneur rechnet damit, dass solche Katastrophen häufiger auftreten werden.

Die Zahl der Opfer in Kalifornien steigt: In der Ortschaft Paradise wurden laut Polizei in ausgebrannten Häusern und Autos weitere sechs Leichen gefunden. Damit erhöhte sich die Zahl der Opfer dort auf 29 Menschen.

In dem nordkalifornischen Ort zerstörten das sogenannte "Camp"-Fire seit Donnerstag mehr als 6000 Häuser. Hunderte Menschen werden vermisst. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten. Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Straßen und ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen. Mit Blick auf die Zahl der Opfer ist das Feuer in Paradise nun genauso verheerend wie der verheerendste Waldbrand, der je in der Geschichte Kaliforniens verzeichnet worden ist.

Schwerste Brände in Kalifornien
tagesschau 17:00 Uhr, 12.11.2018, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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Im südkalifornischen Malibu waren bereits am Freitag zwei Leichen entdeckt worden. Fast 150.000 Menschen hätten ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit. Mit der Rückkehr der heftigen Santa-Ana-Winde blieb die Lage in Südkalifornien weiter angespannt.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei große Brände im Norden und Süden Kaliforniens an.

Prominenten-Villen zerstört

Für den Prominenten-Ort Malibu und umliegende Gebiete gelten weiter Evakuierungsbefehle. Das sogenannte "Woolsey"-Feuer habe dort Dutzende Häuser vernichtet, hieß es. Auch das Anwesen von Thomas Gottschalk in Malibu brannte ab. Seine Villa sei zerstört, sagte Gottschalk der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag auf Anfrage. Auch Hollywood-Stars verloren ihre Häuser.

Bei anhaltender Trockenheit, Wärme und heftigen Winden sei eine baldige Entspannung der Lage nicht in Sicht, warnte die Feuerwehr am Sonntag. Es gab aber auch einen Lichtblick. Dank eines massiven Löscheinsatzes konnte einer der drei Großbrände - das "Hill"-Feuer - zu 70 Prozent eingedämmt werden.

"Die neue Abnormalität"

Gouverneur Jerry Brown zeichnete ein düsteres Bild für den dürregeplagten Westküstenstaat. Brown vertritt die Position zahlreicher Forscher, die den Klimawandel mit steigenden Temperaturen für schlimmere Dürren, heftigere Waldbrände und andere Wetterextreme verantwortlich machen. "Dies ist nicht die neue Normalität, es ist die neue Abnormalität", sagte Brown. Brown hat in Washington rasche Bundeshilfe für die Opfer der Feuerkatastrophe angefordert.

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Heftige Waldbrände in Kalifornien

Eine beinahe komplett zerstörte Ortschaft, ausgebrannte Luxusvillen - auch jene von TV-Moderator Gottschalk: Die Flammen haben eine Schneise der Zerstörung hinterlassen.

Feuer in Kalifornien

Mehrere verheerende Feuer wälzen sich durch Kalifornien, so etwa das "Camp Fire" bei Paradise und - auf diesem Foto - das Woolsey-Feuer in der Nähe Malibus. | Bildquelle: AFP

US-Präsident Donald Trump und der liberale Westküstenstaat sind oft auf Kollisionskurs. So hatte Trump mit Blick auf die jüngsten Brände den Behörden Missmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht. "Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement", schrieb Trump auf Twitter. Brown wies diese Darstellung vehement zurück.

Karte von Kalifornien, USA, mit Markierungen an den Orten der Brände
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Orte in Kalifornien, in denen die Wälder brennen.

Über dieses Thema berichtete am 12. November 2018 das ARD-Morgenmagazin um 06:12 Uhr und die tagesschau um 06:30 Uhr.

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