Sanchez | Bildquelle: REUTERS

Teilergebnisse bei Spanien-Wahl Sánchez weiter ohne klare Mehrheit

Stand: 11.11.2019 03:11 Uhr

Erneut hat Spanien gewählt, erneut droht politischer Stillstand: Laut Teilergebnissen gewinnen die Sozialisten zwar auch die zweite Neuwahl des Jahres deutlich - eine regierungsfähige Mehrheit ist aber weiter nicht in Sicht.

Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Parlamentswahl in Spanien offenbar mit klarem Vorsprung gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen lagen die Sozialisten mit 120 Sitzen deutlich vor der konservativen Volkspartei Partido Popular (PP) mit 88 Sitzen. Die rechtsextreme Partei Vox wurde demnach drittstärkste Kraft und konnte ihr bisheriges Ergebnis auf 52 Sitze verdoppeln.

Das von Vox überholte Linksbündnis Unidas Podemos (UP) erlebte mit knapp 13 Prozent eine schwere Niederlage und rutschte von 42 Sitzen auf etwa 35. Ein Fiasko gab es für die liberalen Ciudadanos, die zuvor noch mitgeredet hatten und nun völlig einbrachen. Mit weniger als sieben Prozent stürzten sie von 57 auf etwa zehn Mandate.

Spanien nach zweiter Parlamentswahl in diesem Jahr vor erneutem Patt
tagesthemen 22:45 Uhr, 10.11.2019, Stefan Schaaf, ARD Madrid

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Der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone droht damit eine Fortsetzung der politischen Blockade. Eine große Koalition der beiden Traditionsparteien PSOE und PP hatten die Spitzenkandidaten schon vor der Wahl ausgeschlossen. PP-Chef Pablo Casado kündigte jedoch an, einen Ausweg aus der verfahrenen Situation suchen zu wollen. Ministerpräsident Sánchez selbst versprach, dass er daran arbeiten werde, die Blockade zu beenden. "Wir werden alle Parteien ansprechen bis auf jene, die Hass verbreiten."

Die Politikverdrossenheit spiegelt sich auch in der niedrigen Wahlbeteiligung, die 69,90 Prozent betrug. Bei der letzten Wahl hatten noch 71,76 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.

Katalonien spielte zentrale Rolle

Im Wahlkampf hatte die politische Auseinandersetzung über den Umgang mit den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien eine zentrale Rolle gespielt.

Der Hauptgrund für die Probleme bei Regierungsbildungen in Spanien ist die zunehmende Zersplitterung der Parteienlandschaft. Früher herrschte faktisch ein Zweiparteiensystem, es waren entweder die Sozialisten oder die konservative Volkspartei PP an der Macht.

Sozialisten gewinnen, Regierungsbildung hochkomplex
Oliver Neuroth, ARD Madrid
10.11.2019 22:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. November 2019 um 17:15 Uhr.

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