Ein Mann hält eine Waffe in der Hand, die per 3D-Druck entstanden ist. | AP

US-Gerichtsentscheidung Keine Waffenvorlagen für 3D-Drucker

Stand: 01.08.2018 01:23 Uhr

Ein US-Gericht hat die Veröffentlichung von Konstruktionsplänen für die Herstellung von Schusswaffen aus 3D-Druckern vorerst untersagt. Kurz zuvor hatte sich US-Präsident Trump persönlich in die Debatte eingeschaltet.

Waffenvorlagen für 3D-Drucker dürfen in den USA vorerst nicht veröffentlicht werden. Das entschied ein US-Richter in Seattle per einstweiliger Verfügung, nachdem die Generalstaatsanwälte von acht US-Staaten gegen die Pläne geklagt hatten. Sie argumentierten, 3D-Plastikwaffen seien ein Sicherheitsrisiko.

US-Präsident Donald Trump hatte sich wenige Stunden zuvor persönlich in die Debatte eingeschaltet. Er habe bereits mit der Waffenlobby NRA über die entsprechenden Waffen gesprochen, twitterte Trump und schrieb: "Scheint nicht viel Sinn zu machen."

3D-Waffen nicht von Detektoren erkannt

Die in Texas ansässige Firma hinter den Waffenvorlagen für 3D-Drucker, Defense Distributed, hatte sich mit dem Justizministerium im Juni überraschend nach einem jahrelangen Rechtsstreit geeinigt. Damit wäre es ab heute möglich gewesen, die Waffenvorlagen online herunterzuladen. Kritiker haben angesichts der per Download verfügbaren Waffen große Bedenken geäußert. Man müsse sich nicht für sie registrieren und von Metalldetektoren würden sie nicht erkannt, erklärten sie. Zudem könne die Waffen jeder haben, ungeachtet des Alters, der psychischen Verfassung und Vorstrafen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. August 2018 um 04:57 Uhr.

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KOMMENTARE

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Karl Klammer 01.08.2018 • 06:14 Uhr

Im Sinne der nationalen Sicherheit

Zum Glück haben wenigstens gegenüber den Republikanern die US-Richter Verstand. Denn es wäre damit ein neuer Schulsport für die Kiddies endstanden diese Waffen um die Wette zu bauen und auszuprobieren.