Lava und Rauch sind auf den Galapagos-Inseln zu sehen. | AP

Hohe Gas- und Aschewolke Vulkan auf den Galápagos-Inseln ausgebrochen

Stand: 07.01.2022 19:19 Uhr

Der höchste Vulkan auf den Galápagos-Inseln ist nach sechs Jahren erstmals wieder ausgebrochen. In der Nähe gibt es keine bewohnten Gebiete. Ob aber eine Gefahr für die Tierwelt besteht, ist unklar.

Der höchste Vulkan der Galápagos-Inseln ist ausgebrochen. "Satellitenbilder zeigen deutliche thermische Anomalien und Gas- und Aschewolken mit unterschiedlichen Höhen zwischen 1900 und 3800 Metern über dem Meeresspiegel", hieß es in einer Mitteilung des Geophysischen Instituts Ecuadors. Demnach flossen an der Süd- und Südostflanke des rund 1700 Meter hohen Vulkans Wolf auf der Insel Isabela außerdem Lavaströme hinab. Der Vulkan war zuletzt 2015 ausgebrochen.

Der Vulkan ist einer von zahlreichen aktiven Vulkanen auf den Inseln, die fast 1000 Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt im Pazifik liegen. Aus der Ferne aufgenommene und von der Regierung verbreitete Bilder zeigten Lava, die durch die Dunkelheit vor der Morgendämmerung leuchtete.

Lava und Rauch sind auf den Galapagos-Inseln zu sehen. | AFP

Nach Angaben des Geophysikalischen Instituts in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito stieß der Vulkan eine bis zu 3,8 Kilometer hohe Gas- und Asche-Wolke aus. Bild: AFP

Keine Gefahr für Menschen, aber für Tiere?

Es bestand keine unmittelbare Gefahr für bewohnte Gebiete auf der Insel Isabela, der größten der Galápagos-Kette. Das Umweltministerium teilte jedoch mit, dass acht Personen, darunter Nationalparkwächter und Wissenschaftler, evakuiert worden seien.

Unklar ist, ob Tiere gefährdet sind. An den Hängen des Vulkans leben die rosafarbenen Leguane, von denen es nach einer Zählung aus dem vergangenen August nur noch 211 Exemplare gibt.

Auf den Galápagos-Inseln gibt es viele, auch gefährdete, Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Wegen ihrer besonderen Flora und Fauna gehört die Inselgruppe zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der britische Naturforscher Charles Darwin besuchte die Galápagos-Inseln 1835 und entwickelte später aufgrund der dort gemachten Beobachtungen die Evolutionstheorie.