Mountainbiker in Lenzerheide | Bildquelle: GIAN EHRENZELLER/EPA-EFE/REX/Shu

Volksabstimmungen Schweizer für mehr Velo-Förderung

Stand: 23.09.2018 18:59 Uhr

Bei der Volksabstimmung in der Schweiz sind die beiden Initiativen für gesündere und natürlich produzierte Lebensmittel offenbar durchgefallen. Besser lief es für Fahrradfahrer.

Die Schweizer haben bei einer Volksabstimmung über die Förderung von Fahrradwegen und gesünderen Lebensmitteln abgestimmt. Laut dem im Schweizer Fernsehen verkündeten Endergebnis fielen beide Agrar-Initiativen durch. Die sogenannte Fair-Food Initiative erhielt 61,3 Prozent Nein-Stimmen. Sie verlangte von der Regierung Unterstützung für gesunde, tier- und umweltfreundlich sowie fair hergestellte Lebensmittel.

Der Vorlage für Ernährungssouveränität schlug demnach eine Ablehnung von 68,4 Prozent der abgegebenen Stimmen entgegen. Sie verlangte eine Stützung der Einkommen einheimischer Bauern und sollte festschreiben, dass Importnahrungsmittel Schweizer Standards entsprächen. Die Regierung hatte die Ablehnung der beiden Initiativen empfohlen. Sorgen wegen steigender Kosten dürften zum Nein der Wähler beigetragen haben.

Ja zu besseren Radwegen

Klare Zustimmung gab es hingegen für einen Gesetzesentwurf zur besseren Unterstützung des Bundes für regionale Rad-, Fuß- und Wanderwege. Laut Schweizer Fernsehen kam der Vorstoß auf 73,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Eine breite Mehrheit war erwartet worden.

Mountainbiker in Lenzerheide | Bildquelle: GIAN EHRENZELLER/EPA-EFE/REX/Shu
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Über Stock und Stein: Mountainbiker brauchen nicht unbedingt befestigte Radwege, der normale Radfahrer hingegen schon. In der Schweiz sollen regionale Radwege mehr Förderung aus Bern bekommen.

Mehrheit in St. Gallen für Burka-Verbot

Im Kanton St. Gallen fand zudem eine Abstimmung über ein Verbot von Gesichtsverschleierung in der Öffentlichkeit statt. Die rund 500.000 Bewohner des Kantons im Nordosten der Schweiz votierten mit einer Mehrheit von knapp 67 Prozent für das Verbot. Damit wird St. Gallen der zweite Kanton nach dem Tessin, der Gesichtsverschleierung in der Öffentlichkeit verbietet.

In der direkten Demokratie der Schweiz werden die Bürger mehrmals pro Jahr zu Volksabstimmungen aufgerufen. Dieses mal lag die Beteiligung bei 37 Prozent.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. September 2018 um 11:03 Uhr.

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