Anhänger Juan Guaidos demonstrieren in Caracas, Venezuela gegen die Maduro-Regierung. | Bildquelle: REUTERS

Sicherheitsgründe Keine US-Flüge nach Venezuela

Stand: 16.05.2019 09:56 Uhr

Die Krise in Venezuela dauert an - mit Folgen für den Flugverkehr. So stoppten die USA Flüge zwischen beiden Ländern aus Sicherheitsgründen. Derweil gibt es Berichte über ein Treffen der Konfliktparteien in Oslo.

Der Flugverkehr zwischen den USA und Venezuela ist von der Regierung in Washington ausgesetzt worden. Neben Passagier- seien auch Frachtflüge betroffen, teilte das Heimatschutzministerium mit. Die Verhältnisse in Venezuela stellten eine Bedrohung für die "Sicherheit von Passagieren, Flugzeugen und Besatzung" dar. Die Maßnahme gelte für unbestimmte Zeit, komme aber im Falle einer Lageveränderung in dem südamerikanischen Land auf den Prüfstand.

Ohnehin wenig Flüge

Betroffen ist allerdings nur eine schwindende Zahl von Flügen, zumal US-Airlines seit Mitte März Venezuela nicht länger ansteuern. Der Maßnahme war eine Empfehlung von Gewerkschaftsführern an US-Piloten vorausgegangen, aus Sicherheitsgründen nicht mehr dorthin zu fliegen. Einige andere internationale Fluggesellschaften stellten bereits vor Jahren den Verkehr aufgrund der Abwärtsspirale der venezolanischen Wirtschaft ein.

Airlines in Venezuela wickeln noch einige kommerzielle Flüge von und nach Miami ab, doch sind diese bereits von den Unruhen in dem Land betroffen. So meldete "Laser Airlines" erst am Dienstag, dass Flüge zwischen Miami und Caracas mit Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik erfolgt seien.

Gespräche in Oslo

Unterdessen gibt es im Konflikt zwischen Staatschef Nicolás Maduro und der Opposition um den selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó offenbar Bewegung. Vertreter der Regierung und Opposition in Venezuela sollen für Gespräche zur Lösung der Krise nach Norwegen gereist sein.

An den Sondierungsgesprächen in Oslo würden ranghohe Mitglieder beider Seiten teilnehmen. Die Angaben stammen von Abgeordneten des von der Opposition kontrollierten Kongresses, die anonym bleiben wollten. Die zwei separaten Einladungen nach Oslo hätten die Konfliktparteien von einer Gruppe von Norwegern erhalten.

In Venezuela gibt es seit Monaten Proteste. Jahrelange Hyperinflation, Engpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten und der politische Machtkampf lähmen das Land. Zuletzt lief ein Aufruf der Opposition ans mächtige Militär ins Leere, sich von Maduro abzuwenden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. Mai 2019 um 15:30 Uhr.

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